Schriften des ZEI

ZEI Direktor Professor Ludger Kühnhardt ist Herausgeber der „Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung“ im Nomos-Verlag Baden Baden, dem führenden deutschen Verlag im Bereich der politikwissenschaftlichen Europaforschung. Die Bände dieser Schriftenreihe behandeln grundlegende Fragen zur europäischen Integration und zur Entwicklung Europas in der Welt.

84  -  Thorsten K. Schreiweis

Island und die Europäische Union

Eine Studie zur Erweiterung, Vertiefung und Integration der EU

Baden-Baden: Nomos, 2022, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 84, 394 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-8487-8350-2

Der Autor untersucht die Beziehung zwischen der EU und Island vor dem Hintergrund der (gescheiterten) Beitrittsverhandlungen und analysiert das Beitrittsverfahren sowie die innere (u.a. nationale Identität, politische Autonomie und staatliche Souveränität) und äußere Dimension (u.a. isländische Außen- und Sicherheits- sowie internationale Handels- und Wirtschaftspolitik).

83  -  Michael Awuah

Energy Regionalism in ECOWAS and the EU. A Comparative and Polycentric Governance Study

Baden-Baden: Nomos, 2021, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 83, 534 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-8487-7893-5

Dieses innovative Buch untersucht zwei supranationale Energieregionen: ECOWAS und die EU. Der Autor erklärt die Steuerung regionaler Energiesysteme aus der Perspektive der internationalen politischen Ökonomie. Er führt eine vergleichende institutionelle Analyse der Energieregionen der ECOWAS und der EU durch und zeigt den Wandel von einer monozentrischen zu einer polyzentrischen Energie-Governance auf sowie einen Weg zur Entwicklung eines robusten regionalen Energie-Governance-Regimes, das auf den „Design-Prinzipien“ der Nobelpreisträgerin Elinor Ostrom basiert.

Das Buch richtet sich an Politikwissenschaftler und politische Ökonomen mit Interesse an Energiestudien und vergleichendem Regionalismus und ist für Studenten, Akademiker und politische Entscheidungsträger gleichermaßen zugänglich.

Michael Amoah Awuah ist Fellow am Zentrum für Europäische Integrationsforschung an der Universität Bonn, Deutschland.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 83.

82  -  Carola Logan

EU Energieunion. Antrieb, Fortschritte und Hindernisse für „das nächste große europäische Integrationsprojekt“

Baden-Baden: Nomos, 2020, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 82, 208 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-8487-6910-0

Krisen und Konflikte um begrenzte Energieressourcen, gepaart mit Europas Importabhängigkeit von fossilen Brennstoffen und den Herausforderungen des Klimawandels, haben die Energiepolitik verstärkt auf die europäische Agenda gesetzt. Vor allem in den letzten beiden Kommissionen, unter Präsident Barroso und Juncker, hat die Energiepolitik bzw. die EU Energieunion erstaunliche Fortschritte gemacht. Auch in Bereichen, die traditionell im nationalen Entscheidungsbereich liegen. In diesem Buch wird eine Bilanz der beiden Kommissionen gezogen und untersucht, welchen Einfluss sowohl externe Faktoren als auch politische Akteure und ihre Ambitionen auf die Integration in dem Politikfeld haben.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 82.

81  -  Robert Stüwe

Das Machtproblem der EU-Energieaußenpolitik. Von der Integration zur Projektion beim Erdgasimport?

Baden-Baden: Nomos, 2020, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 81, 304 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-8487-6882-0

Für die Europäische Union ist die Abhängigkeit von Erdgasimporten eine innere und äußere Machtfrage. Die vorliegende Studie untersucht, wie die EU ihre eigenen Machtinstrumente einer Käufermacht schärfen und wirkungsvoller gegenüber Drittstaaten einsetzen kann. Der Verfasser legt dar, dass die EU neben der Lieferabhängigkeit auch Risiken wie Korruption, Rechtsstaatsdefiziten und importierten staatskapitalistischen Praktiken zur Garantie ihrer Energiesicherheit nicht ausweichen darf. Zur Analyse des inneren und äußeren Machtausübungsproblems der EU werden die Begriffskonzepte der „Integrationsmacht“ und der „Projektionsmacht“ entwickelt, die der Verfasser mit einem robusten politikwissenschaftlichen Theoriefundament unterlegt. Eine Reihe an praktischen Handlungsempfehlungen im Zeitalter globalisierter Erdgas-Märkte rundet die Studie ab.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 81.

80  -  Ludger Kühnhardt

Identität und Weltfähigkeit. Sichtweisen aus einem unruhigen Europa.

Baden‐Baden: Nomos, 2020, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 80, 744 Seiten, ISBN 978‐3‐8487‐6303‐0

Die Zusammenhänge zwischen Fragen der Identität und der vielschichtigen globalen Transformation waren, weit über Europa hinaus, selten so offenkundig wie im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts. Die Suche nach Identitätsklärungen stand – und steht auch weiterhin – im Kern der multiplen europäischen Krisenphänomene. Gleichzeitig war – und ist – die Europäische Union mit der Aufgabe konfrontiert, strategisch sprechen und handeln zu lernen hinsichtlich ihrer Rolle in der Welt. In der Rückschau zeigt sich, wieder einmal, dass und wie Krisen Auslöser einer vertieften und weiterführenden Reflexion über die politische Bedeutung und Zielrichtung der Europäischen Union und der Integrationsidee selbst waren. Professor Ludger Kühnhardt, Direktor am Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI) der Universität Bonn ordnet in diesem Band seine Standpunkte, Sichtweisen und Stellungnahmen aus dem Jahrzehnt 2010 bis 2020.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 80.

79  -  Robert Stüwe / Thomas Panayotopoulos (Hrsg.)

The Juncker Commission. Politicizing EU Policies

Baden‐Baden: Nomos, 2020, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 79, ca. 140 Seiten, gebunden, ISBN 978‐3‐8487‐5597‐4

Das primäre Erkenntnisinteresse des Buches besteht darin, Strategien der Europäischen Kommission beim Umgang mit dem Phänomen der Politisierung in der EU‐Gesetzgebung zu erforschen. In einer Fallstudie zur Amtszeit von Präsident Jean‐Claude Juncker analysieren die Autoren des Sammelbandes, wie die EU‐Kommission zwischen 2014 und 2019 bestimmte politische Schwerpunkte gesetzt hat, um ihre Agenda voranzutreiben. Gegenstand der Analyse sind die zehn politischen Prioritäten der Juncker‐Kommission aus den jährlichen Arbeitsprogrammen seit 2014. Ausgangspunkt der Studie ist das von Juncker proklamierte Selbstverständnis als „politischer Kommission“. Die Bewertung der „Politisierung“ integrationspolitischer Vorhaben fällt dabei ambivalent aus: Auf der einen Seite hat die Juncker‐Kommission politisierte Themen gezielt aufgegriffen und als Gelegenheiten zur politischen Führung sowie zur Schärfung des eigenen institutionellen Profils genutzt. Auf der anderen Seite sah sich die EU‐Kommission zuweilen gezwungen, bei Krisen und Kontroversen Schadensbegrenzung zu betreiben.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 79.

78  -  Malte Zabel

Euroskeptizismus. Ursprünge und Ausdrucksformen im Verlauf des europäischen Integrationsprozesses

Baden-Baden: Nomos, 2017, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 78, 407 Seiten, ISBN 978-3-8487-4437-4

Das Phänomen Euroskeptizismus existiert nicht erst seit dem Maastrichter Vertrag, der bislang oft als Ausgangspunkt wissenschaftlicher Betrachtungen diente. Vielmehr sah sich der europäische Integrationsprozess schon immer Kritik und Anfeindung ausgesetzt. Der Autor bilanziert diese Tatsache auf einzigartige Weise und liest die Geschichte der EU neu. Er analysiert die maßgeblichen euroskeptischen Argumentationslinien ihrer Zeit, skizziert den Verlauf der öffentlichen Meinung und zeigt auf, wie und mit welchen Auswirkungen sich immer wieder politische Akteure gegen „Brüssel“ gewandt haben – von den Kommunisten der 50er Jahre bis zu den Rechtspopulisten der Gegenwart. Dabei zeigt er, dass das verstärkte Aufkommen von EU-Kritik in den letzten Jahren vor allem mit dem Umstand zusammenhängt, dass die heutige EU eine in ihrem Wesen deutlich politischere Institution ist, als es die alte EG je sein konnte.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 78.

77  -  Christian Koenig / Ludger Kühnhardt (Hrsg.)

Governance and Regulation in the European Union. A Reader

Baden-Baden: Nomos, 2017, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 77, 329 Seiten, ISBN 978-3-8487-4462-6

Der Reader "Governance and Regulation in the EU" spiegelt den Schwerpunkt des Zentrums für Europäische Integrationsforschung (ZEI) in Forschung und Lehre. „Regieren und Regulieren in der EU“ vereint die beiden Aspekte, deren Zusammenspiel die EU in ihren Auswirkungen auf das Leben der Bürger und auf ihre Rolle weltweit maßgeblich prägt. Regieren legitimiert Regulieren und Regulieren ist notwendig, um das Funktionieren des EU-Binnenmarktes sicherzustellen. Das Werk eröffnet interdisziplinäre Perspektiven auf die Union und bietet tiefere Einblicke in den zunehmend komplexen Prozess der europäischen Integration. Zu den Autoren gehören renommierte Wissenschaftler und Sachgebietsexperten, die im „Master of European Studies – Governance and Regulation“, dem Postgraduierten-Studiengang des ZEI, lehren.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 77.

76  -  Matthias Vogl

Europäische Sicherheitspolitik in Afrika im Wandel. Von Machtpolitik zum aufgeklärten Eigeninteresse?

Baden-Baden: Nomos, 2015, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 76, 400 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-8487-2142-9

Der Band untersucht die Entwicklung der Beziehungen zwischen Europa und Afrika vor dem Hintergrund eines sich wandelnden Sicherheitsbegriffs. Dabei stehen drei Fragestellungen im Fokus. Erstens: Hat die EU sich zum sicherheitspolitischen Akteur in Afrika entwickelt? Zweitens: Wie lassen sich die afrikapolitischen Entscheidungsprozesse in der EU in diesem Kontext charakterisieren? Drittens: Welche Motive stehen hinter dem afrikapolitischen Wandel im Verlauf der Zeit?

Afrika ist in den letzten Jahren zunehmend ins Blickfeld europäischer Politik gerückt. Grund dafür waren vor allem die dortigen multidimensionalen Sicherheitsherausforderungen. Vor diesem Hintergrund und im Lichte der gemeinsamen europäisch-afrikanischen Vergangenheit werden die Lernprozesse europäischer Sicherheitspolitik in Afrika analysiert. Dabei wird anhand von Kriterien geprüft, ob sich der europäische Ansatz von Machtpolitik zu einem aufgeklärten Eigeninteresse gewandelt hat?

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 76.

75  -  Daniela Vogt

Die Integration der ultra-peripheren Regionen in die Europäische Union. Wandel der europäischen Politik gegenüber den überseeischen Besitzungen von Rom (1957) bis Lissabon (2009)

Baden-Baden: Nomos, 2011, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 75, 235 Seiten, ISBN 978-3-8329-6580-0

In einer neuen Studie in der Schriftenreihe des ZEI analysiert Daniela Vogt das Beziehungsgeflecht zwischen der Europäischen Union und den europäischen Randgebieten in Übersee. Die Skizzierung dieses Prozesses der Einbeziehung der Überseeregionen in die europäische Staatengemeinschaft im Verlauf der vertraglichen Entwicklung vom Vertrag von Rom bis zum Vertrag von Lissabon wird um historische Hintergründe ergänzt. Porträts der Überseegebiete veranschaulichen deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Anhand von aktuellen Beispielen der Förderung und Harmonisierung wird die derzeitige Einbindung der außereuropäischen Regionen in die Europäische Union verdeutlicht, so dass Rückschlüsse auf die Chancen und Schwierigkeiten der Integration der EU-Überseeterritorien gezogen werden können.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 75.

74  -  Andreas Marchetti / Louis-Marie Clouet (Hrsg.)

Europa und die Welt 2020. Entwicklungen und Tendenzen

Baden-Baden: Nomos, 2011, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 74, 310 Seiten, ISBN 978-3-8329-6017-9

Wie wird die Europäische Union 2020 aussehen? Welche Rolle wird sie international spielen? Welche Handlungsoptionen bieten sich ihr angesichts globaler Herausforderungen?

Das 21. Jahrhundert hat unruhig begonnen: Anschläge des 11. September, Interventionen in Afghanistan und im Irak, Reform der europäischen Verträge, Finanz-, Wirtschafts- und Eurokrise. Wie kann sich die EU in einem Umfeld, auf das sie zunächst vor allem kurzfristig reagieren muss, langfristig positionieren?

Aufbauend auf 19 Einzelexpertisen deutscher und französischer Autoren wird aufgezeigt, welche Entwicklungsperspektiven sich der Europäischen Union bis 2020 bieten. In vier Szenarien werden Gefahren aber auch Chancen der kommenden Jahre veranschaulicht. Die Autoren stellen insgesamt fest, dass die Europäische Union trotz aller externen Herausforderungen und internen Anfechtungen durchaus geeignete Möglichkeiten besitzt, ein akzeptierter und bedeutender Akteur mit globaler Ausstrahlung zu sein. Grundlegend wird hierfür eine zunehmende Kohärenz europäischen Handelns nach innen und außen sein, um europäische Gestaltungskraft durch Glaubwürdigkeit zu sichern. Dabei wird deutlich: Welche Zukunft Europa haben wird, hängt maßgeblich von Europa selbst ab.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 74.

73  -  Georg Kristian Kampfer

Die Europäische Union auf dem Weg zu einem Bundesstaat? Von der föderalen Struktur der Europäischen Union und der Europäisierung der Außenpolitik

Baden-Baden: Nomos, 2010, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 73, 353 Seiten, ISBN 978-3-8329-5694-3.

Die Studie von ZEI Senior Fellow Georg Kristian Kampfer zeigt Stand und Dynamik der europäischen Integration auf, illustriert die Neuerungen des Reformvertrags von Lissabon und legt einen analytischen Fokus auf den Schlüsselbereich einer Integration hin zu einem europäischen Bundesstaat - auf die gemeinsame Außenpolitik. Mit dem Werk werden Rückschlüsse aus der jüngeren Geschichte des bundesdeutschen Föderalismus auf die Entwicklung der Europäischen Union gezogen und staatsrechtliche Anforderungen an die Europäische Union von morgen gestellt.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 73.

72  -  Ludger Kühnhardt

Europa: Innere Verfassung und Wende zur Welt. Standortbestimmung der Europäischen Union

Baden-Baden: Nomos, 2010, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 72, 359 Seiten, ISBN 978-3-8329-5497-0

Das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts hat die Europäische Union im Wechselspiel von Fortschritt und Regression, Aufbruch und Stagnation durchmessen. Im Ganzen ist der historische Prozess der europäischen Einigung konsolidiert. Die europäische Einigung ist nicht widerspruchsfrei. Je mehr sie voranschreitet, sich konsolidiert und in die unterschiedlichen Strukturen der Gesellschaften und Staaten Europas einwirkt, desto unausweichlicher nehmen auch die Stimmen der Skeptiker zu. Zur Phase der Konsolidierung gehört die Auseinandersetzung mit ihnen. Dabei geht es um nicht weniger als darum, die europäische Einigung neu und zeitgemäss zu begründen. Im 21. Jahrhundert muss sich Europa neu einordnen in die Welt der Globalität: Europa sucht noch immer seinen ihm angemessenen Ort in dieser neuen Weltordnung.

Die in diesem Band versammelten Beiträge des Direktors des Bonner Forschungsinstituts sind zwischen 2005 und 2010 entstanden. Sie sind Spiegel einer Zeit des Ringens der EU um Verfassung und Vertragsreform, entstanden im Lichte der immer weiter voranschreitenden Globalität und ihrer Anfragen an den Standort Europas in der Welt.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 72.

71  -  Andreas Marchetti / Claire Demesmay (Hrsg.)

Der Vertrag von Lissabon: Analyse und Bewertung

Baden-Baden: Nomos, 2010, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 71, 289 Seiten, ISBN 978-3-8329-3676-1

Mit dem Vertrag von Lissabon beschließt die EU ihren langjährigen internen Reformprozess. Eine interdisziplinäre Autorengruppe des ZEI unter Leitung von ZEI-Mitarbeiter Dr. Andraes Marchetti kommentiert den Vertrag anhand der Struktur des neuen EU-Vertrags, dessen einzelne Titel den jeweiligen Analysen in Gänze vorangestellt sind. Der in Zusammenarbeit mit dem Institut français des relations internationales (Ifri) in Paris edierte Band vereint Sichtweisen aus den Politik-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften in interdisziplinärer Perspektive, um den Vertrag umfassend zu würdigen. Neben der eingehenden Analyse der Vertragsbestimmungen hinsichtlich ihrer Relevanz für die Europäische Union und ihre politische Entwicklung bewerten die Autoren den Vertrag von Lissabon im Vergleich zum Vertrag von Nizza als rechtlichem Referenzpunkt und dem gescheiterten europäischen Verfassungsvertrag als politischem Orientierungspunkt. Dabei zeigt sich, dass der Vertrag von Lissabon aus integrationspolitischer Sicht zwar in vielen Fällen mehr als der Vertrag von Nizza aber weniger als der Verfassungsvertrag bietet, bisweilen zeigt sich aber auch ein ganz anderer Eindruck, so dass sich insgesamt ein sehr differenziertes, wenn auch stellenweise ambivalentes Bild des neuen europäischen Primärrechts ergibt.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 71.

70  -  Andreas Marchetti

Die Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Politikformulierung im Beziehungsdreieck Deutschland – Frankreich – Großbritannien

Baden-Baden: Nomos, 2009 Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 70, 378 Seiten, ISBN 978-3-8329-4530-5

Seit 1998 baut die EU ihre Kapazitäten zur Krisenprävention und Krisenbewältigung aus. Ungeachtet der Fortentwicklung der ESVP und der Durchführung ziviler und militärischer Missionen stimmen hierbei die Zielvorstellungen der einzelnen EU-Mitgliedstaaten kaum überein. Aufgrund der zwischenstaatlichen Anlage der ESVP hinterfragt der Autor besonders mit Blick auf Deutschland, Frankreich und Großbritannien, wie es überhaupt zur Integration der Sicherheits- und Verteidigungspolitik in den vergangenen zehn Jahren kommen konnte, ohne aber den Einfluss der europäischen Institutionen zu vernachlässigen. Dabei stellt er vergleichend die innerstaatlich formulierten Motivationen dar, um aufzuzeigen, wie diese die Modalitäten zur Ausformulierung der ESVP bedingen. Mit Blick auf die Effekte der ESVP stellt die Studie die jeweiligen nationalen Rollen heraus und überprüft, inwieweit diese mit den verlautbarten Motivationen überein stimmen. Dies führt zu einer weiteren Systematisierung von Faktoren zur Ausübung einer nationalen Führungsrolle innerhalb der europäischen Integration, die über die ESVP hinausdeutet.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 70.

69  -  Thomas Demmelhuber

EU-Mittelmeerpolitik und der Reformprozess in Ägypten. Von der Partnerschaft zur Nachbarschaft

Baden-Baden: Nomos, 2009 Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 69, 343 Seiten, ISBN 978-3-8329-4460-5

Eine wohlhabende, demokratische und stabile Mittelmeerregion ist sowohl im Interesse der Europäischen Union (EU) als auch der arabischen Partnerländer im südlichen Mittelmeerraum. In der Schlusserklärung von Barcelona aus dem Jahre 1995 und in den Dokumenten zur Europäischen Nachbarschaftspolitik sind diesbezüglich konkrete Ziele formuliert und Mechanismen der Zusammenarbeit etabliert worden. Bis heute herrscht Konsens darüber, dass es zur Erreichung dieser Interessen einer umfassenden sozioökonomischen Entwicklung und letztlich einer Demokratisierung der Nachbarländer bedarf. Aber reichen die verfügbaren außenpolitischen Instrumente und Strategien aus, um die gemeinsamen Interessen zusammen mit den arabischen Partnerländern zu verfolgen? Vor diesem Hintergrund analysiert eine nun veröffentlichte Studie von Thomas Demmelhuber die EU-Mittelmeerpolitik seit 1995 am Fallbeispiel des ägyptischen Reformprozesses und fragt nach den Ergebnissen der Kooperation.

Thomas Demmelhuber hat am Institut für Politische Wissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg als Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. promoviert. Begleitend dazu nahm er am Junior-Fellow-Programm am ZEI in Bonn unter der Leitung von Prof. Dr. Ludger Kühnhardt teil.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 69.

68  -  Ariane Kösler / Martin Zimmek (Hrsg.)

Elements of Regional Integration. A Multidimensional Approach

Baden-Baden: Nomos, 2008, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 68, 278 Seiten, ISBN 978-3-8329-3503-0

The European Union might be the most prominent example of regional integration but it is by far not the only one. The importance of regional integration in Africa, Asia, Latin America, the Caribbean and even in the Pacific Islands region is constantly growing. All these regions aspire for more than pure economic cooperation. In addition to intensified economic cooperation, political, legal and cultural aspects are important factors as well that form a Mixtum Compositum of regional integration elements. The new ZEI publication discusses these different components of regional integration in theoretical perspective and in a policy-oriented approach. It contributes to comparative regional integration studies through theoretical analysis and case studies from different regions. Elements of Regional Integration presents the main features of regional integration in an interdisciplinary manner. It addresses scholars of political sciences, economics and law as well as students and is suited as accompanying material for courses. Ariane Kösler and Martin Zimmek, ZEI Research Fellows, have gathered leading experts from different academic disciplines to shed light on these different elements of regional integration in a worldwide context.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 68.

67  -  Ludger Kühnhardt

European Union - The Second Founding: The Changing Rationale of European Integration

Baden-Baden: Nomos, 2010 (zweite, überarbeitete und erweiterte Auflage), Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 67, 672 Seiten, ISBN 978-3-8329-5505-2

Prof. Dr. Ludger Kühnhardt, Direktor am Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI) der Universität Bonn, legt eine überarbeitete und erweiterte Neuauflage seiner breit angelegten Studie über den bisherigen Entwicklungsprozess der europäischen Integration und dessen weltpolitische und wissenschaftstheore tische Zusammenhänge vor. Seine Studie geht von der zweifachen These aus, dass sich die EU seit einigen Jahren einer zweiten Gründung unterzieht und sich dabei zugleich die Begründung für die europäische Integration wandelt. Nach der ersten Gründung 1957 erfolgt seit Ende der achtziger/Anfang der neunziger Jahre eine stärkere Politisierung der Integration, verbunden mit gesteigertem Interesse der europäischen Bürger (aber auch stärkerer Kritik) an der Integration. Zugleich wandelt sich seit dem Ende des Kalten Krieges und der Überwindung der Teilung Europas die Begründung: War die europäische Integration in den ersten Jahrzehnten vorrangig eine Angelegenheit der inneren Aussöhnung unter den Staaten und Völkern Europas, so richtet sie sich seit einigen Jahren immer deutlicher aus an der Suche nach einer neuen globalen Rolle Europas im Zeitalter der Globalisierung und des Managements globaler Fragestellungen.

Kühnhardts Studie rekonstruiert die zentralen Weichenstellungen der ersten fünf Jahrzehnte der europäischen Einigung. Er richtet ein besonderes Augenmerk auf die Funktion von Krisen in der Integration, zumal im Lichte des europäischen Verfassungsfortbildungsprozesses der vergangenen Jahre. In systematischer Weise beleuchtet er den Zusammenhang von europäischer Integration und transatlantischen Beziehungen sowie die weltweite Attraktivität der EU als Modell für andere Bemühungen um Regionalintegration. Kühnhardt diskutiert die historischen Versuche, Europa friedlich zu einen und unterzieht die Entwicklung der europäischen Integrationstheorien einer kritischen Bestandsaufnahme. Schließlich fragt er nach dem Potential supranationaler Solidaritätskraft im Rahmen der europäischen Staatsbürgerschaft und beleuchtet die wachsende globale Rolle der EU. Im Licht des Vertrages von Lissabon, der am 1.Dezember 2009 in Kraft getreten ist, ist Kühnhardts Studie eine grundlegende Darstellung und Deutung der Europäischen Union.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 67.

66  -  Cordula Agnes Janowski

Die nationalen Parlamente und ihre Europa-Gremien. Legitimationsgarant der EU?

Baden-Baden: Nomos, 2005, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 66, 278 Seiten, ISBN 3-8329-1197-9

Die Diskussion um das Demokratiedefizit der EU hat seit Maastricht einen neuen Akteur ins Spiel gebracht. Die nationalen Parlamente. Lange auf eine Zaungastrolle beschränkt, werden die nationalen Parlamente seit 1992 fast einheilig als zentrale Säule der demokratischen Legitimation der EU betrachtet. Diese Annahme setzt allerdings voraus, dass die Parlamente die Europapolitik ihrer Regierungen in der Praxis effektiv kontrollieren. Zentral sind dabei die parlamentarischen Europa-Gremien, die als institutionelle Reaktion der Parlamente auf ihre Europäisierung zu werten sind.

Im Vergleich der Abgeordnetenkammern in der EU vor der Erweiterung weist die Studie nach, dass die postulierte europapolitische Mitwirkung der nationalen Parlamente bisher unzureichend ist. Entsprechende Maßnahmen sind Einzelphänomene, die noch keine systematische Mitwirkung erkennen lassen. Die Legimitationskette von den nationalen Parlamenten zur EU ist somit bisher eine weitgehend theoretische Annahme, die in der Praxis keine Entsprechung findet. Dies führt den Blick auf alternative Modelle zur Legitimation der EU, die auf die Verpflechtung der Ebenen verzichten und aus dem Dilemma führen könnten.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 66.

65  -  Marcus Höreth / Cordula Janowski / Ludger Kühnhardt (Hrsg.)

Die Europäische Verfassung. Analyse und Bewertung ihrer Strukturentscheidungen

Baden-Baden: Nomos, 2005, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 65, 301 Seiten, ISBN 3-8329-1077-8

Die Europäische Verfassung – lange ein Traum europäischer Föderalisten – könnte schon bald Realität werden. Trotz aller Hürden, die der am 29. Oktober 2004 von den Staats- und Regierungschefs in Rom unterzeichnete „Vertrag über eine Verfassung für Europa“ noch zu bewältigen hat – die EU wird hinter den wichtigen Reformen, die mit diesem Vertrag beschlossen wurden, nicht zurück bleiben können. Die Europäische Verfassung hat bereits vor ihrem Inkrafttreten eine neue Epoche eingeleitet.

In Kraft tritt diese Verfassung allerdings erst, sobald sie in allen EU-Mitgliedstaaten ratifiziert worden ist. Nachdem dies bereits in neun EU-Staaten gelungen war, hat das Referendum in Frankreich am 29. Mai 2005 dem Ratifikationsprozess einen ersten Rückschlag erteilt: 55 % der abstimmenden Franzosen lehnten die EU-Verfassung ab. Die Beteiligung an diesem Referendum war mit 66% hoch. Im Sog des französischen Referendums lehnte auch eine Mehrheit der Niederländer am 1. Juni 2005 die EU-Verfassung ab. Das „Nein“ der dort abstimmenden Bürgerinnen und Bürger war mit 61,6% ein umso deutlicherer „Denkzettel“ an die Regierung.

Trotz dieser ernüchternden Ergebnisse hat der Europäische Rat am 16. und 17. Juni 2005 in Brüssel der Versuchung widerstanden, den Ratifizierungsprozess für gescheitert zu erklären. Statt dessen einigten sich die EU-Chefs darauf, die Frist zur Ratifizierung zu verlängern. Damit wird der Prozess de facto fortgeführt. Dies ist nur konsequent: bereits am 2. Juni 2005, am Tag nach dem niederländischen Referendum, ratifizierte das Parlaments Lettlands die Verfassung, ohne die Entscheidung des Europäischen Rates abzuwarten. Spätestens mit dem „Ja“ der Luxemburger zur EU-Verfassung scheint der Prozess eine positive Wendung genommen zu haben. Nicht zu vergessen ist dabei, dass Zypern die Verfassung bereits am 30. Juni ratifizierte. Malta, lange Zeit integrationsskeptisch, folgte am 6. Juli.

Befürchtungen, wonach der Europäische Rat eine Neuverhandlung der EU-Verfassung im Ganzen oder in Teilen beschliessen könnte, haben sich ebenfalls nicht bestätigt. Die Staats- und Regierungschefs haben klargestellt, dass die Verfassung nicht revidiert wird. Eine vernünftige Entscheidung: Die Verfassung ist bereits das Ergebnis eines demokratisch zusammengesetzten Konvents und eines 3-jährigen Verhandlungsprozesses zwischen den mitgliedstaatlichen Regierungen. Daher ist kaum vorstellbar, dass erneute zwischenstaatliche Verhandlungen, ob mit oder ohne vorherige Einsetzung eines weiteren Konvents, zu einem besseren Verfassungswerk führen als dem nunmehr vorliegenden. Vielmehr wird es darauf ankommen, dass die politischen Eliten in Europa sich ihrer „europäischen“ Verantwortung stärker bewusst werden und die Errungenschaften der Verfassung den Bürgerinnen und Bürgern besser näher bringen als bisher.

Ein multidisziplinäres, aus Politikwissenschaftlern, Juristen und Ökonomen bestehendes Team des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI) in Bonn legt nunmehr eine erste wissenschaftliche Bewertung der Verfassung vor. Die Studie bietet einen systematischen Einblick in die Verfassung und ihre Strukturentscheidungen. In ihrer Analyse kommen die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass die Verfassung eine wichtige Errungenschaft für die EU darstellt, auch wenn in den instruktiven Einzelbeiträgen bereits jene Schwachstellen aufgezeigt werden, die in Zukunft zu überarbeiten sind.

Das Werk richtet sich an Politikwissenschaftler, Politikstudenten sowie Europarechtler und Studenten des Europarechts.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 65.

64  -  Ludger Kühnhardt / Mamoru Takayama (Hrsg.)

Menschenrechte, Kulturen und Gewalt. Ansätze einer interkulturellen Ethik, in Kooperation mit der Hermann und Marianne Straniak Stiftung

Baden-Baden: Nomos, 2005, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 64, 474 Seiten, ISBN 3-8329-1038-7

Der interkulturelle Dialog zwischen dem Westen und ostasiatischen Intellektuellen ist nicht unberührt geblieben von den geistigen Folgen der Auseinandersetzung mit dem internationalen Terrorismus. In Fortsetzung eines weitbeachteten Dialogprojektes, den das Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI) gemeinsam mit der Hermann und Marianne Straniak Stiftung realisiert hat, legen renommierte Geisteswissenschaftler aus Europa und Ostasien, angesichts der zeitaktuellen Umstände ergänzt durch gewichtige Stimmen aus den USA und aus der arabischen Welt, Reflexionen über Grundfragen im Schnittfeld von menschenrechtlichen Begriffen, kulturellen Deutungen und der Gewaltproblematik vor. Der einzigartige Charakter dieser Anthologie besteht in der dialogischen Kommentierung, die jeder Beitrag durch einen Autor aus dem jeweils anderen Kulturraum erfahren hat. Damit leistet dieser Band einen bahnbrechenden Beitrag zu einem authentischen Dialog der Kulturen.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 64.

63  -  Tobias Schumacher

Die Europäische Union als internationaler Akteur im südlichen Mittelmeerraum. Zum Verhältnis von "Actor Capability" und EU-Mittelmeerpolitik

Baden-Baden: Nomos, 2005, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 63, 470 Seiten, ISBN 3-8329-1030-8

Die letzte im deutschsprachigen Raum erschienene Monographie zur Mittelmeer-Politik der EG/EU stammt aus dem Jahr 1983. Seither ist jedoch keine Studie mehr vorgelegt worden, welche die euro-mediterrane Verklammerung umfassend sowohl aus empirischer als auch aus theoretisch-konzeptioneller Perspektive untersucht und in Relation zu den strukturellen und institutionellen Charakteristika der EG/EU setzt. Diese Forschungslücke versucht der Autor der vorliegenden Studie, Dr. Tobias Schumacher, Research Fellow und Koordinator des Mediterranean Programme am Robert Schuman Centre for Advanced Studies des Europäischen Hochschulinstituts in Florenz, unter Zugrundelegung des 1977 von Gunnar Sjöstedt vorgestellten und vielfach übersehenen Konzepts der Actor Capability zu schließen. Mit Hilfe dieses analytischen Instruments wird versucht, dem interessierten Leser vertiefte Kenntnisse über den euro-mediterranen Kooperationsrahmen sowie den südlichen Mittelmeerraum zu vermitteln und gleichzeitig einen Erklärungsansatz dafür anzubieten, warum die EU -Mittelmeer-Politik in ihrer mehr als vierzigjährigen Geschichte immer wieder unter erheblichen Reformdruck geraten ist.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 63.

62  -  Ludger Kühnhardt

Erweiterung und Vertiefung. Die Europäische Union im Neubeginn

Baden-Baden: Nomos, 2005, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 62, 420 Seiten, ISBN 3-8329-1031-9

Die tiefgreifenden Entwicklungen der europäischen Integration in den ersten Jahren des neuen Jahrhunderts haben nicht nur die Frage nach den institutionellen Reformen und nach der territorialen Ausdehnung der EU berührt. Sie haben ebenso die Identität des politisch verfassten Europas und die globale Rolle Europas beeinflusst. Das Spektrum der Entwicklungen lässt sich nurmehr begreifen, wenn die unterschiedlichen Facetten dieser Vorgänge (Erweiterung, Vertiefung, Identität) gleichermaßen in den Blick genommen werden. Die Abhandlungen des Direktors am Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Prof. Dr. Ludger Kühnhardt, reflektieren die aktuellen und prinzipiellen Trends und Tendenzen der jüngsten Phase der europäischen Integration in dieser gebotenen Weite. Sie ordnen Prioritäten inmitten überbordernder Fakten und markieren Deutungen der Zeitgeschichte inmitten anhaltend offener Integrationsprozesse.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 62.

61  -  Johannes Beverungen

Elite Planning Organizations. Tradition, Charakteristika, Implikationen der Trilateral Commission

Baden-Baden: Nomos, 2004, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 61, 254 Seiten, ISBN 3-8329-1031-X

The Trilateral Commission is an NGO that understands itself as private political organization that claims to be regarded as "Elite planning Organization". The present study deals with the history, organization and influence of the Trilateral Commission. The book is supplemented by considerable first hand material.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 61.

60  -  Ludger Kühnhardt

Constituting Europe. Identity, Institution-Building And The Search For A Global Role

Baden-Baden: Nomos, 2003, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 60, 275 Seiten, ISBN 3-7890-8309-7

Die Frage nach der europäischen Identität wird zunehmend politischer. Die Arbeit des europäischen Verfassungskonvents und die zunehmenden Anfragen nach einer globalen Rolle für die EU verknüpfen die Identitätsfrage immer erkennbarer mit dem politischen Profil und Willen der Europäischen Union. Wissenschaftliche Forschungen müssen daher vermehrt die Erkenntnisse der Regierungslehre – die die EU als Mehrebenenmodell des Regierens sieht –, der internationalen Beziehungen – die nach den Bedingungen einer neuen Weltordnung nach Ende des Kalten Krieges fragen – und der politischen Theorie bzw. Ideengeschichte – die nach dem geistigen Fundus, den normativen Traditionen und Ansprüchen Europas sucht – miteinander verknüpfen. Diese Erkenntnis kommt in der methodischen Zusammenschau und inhaltlichen Weite des Horizonts zusammen, die kennzeichnend für die neueste Publikation des Direktors am ZEI, Prof. Dr. Ludger Kühnhardt, ist. Seine Arbeiten sind in englischer Sprache verfasst worden, um die Begrenzung des deutschsprachigen Diskurs-Raumes zu überwinden. Kühnhardts Plädoyer für eine europäische Verfassung, sein Eintreten für die Unverfügbarkeit der Menschenrechte, sein ideengeschichtlicher Exkurs durch Grundfragen des europäischen Nachdenkens über die Ordnung der Politik („Was bleibt?“) und seine Reflexionen über die Rolle der Europa umspülenden Gewässer münden in eine profunde Analyse der Folgen der Globalisierung für den europäischen Integrationsprozess und seine raison d’etre. Besondere Bedeutung misst Kühnhardt dem europäisch-amerikanischen Verhältnis angesichts neuer weltweiter Herausforderungen zu. In seinem Essay über die Folgen der Terroranschläge vom 11. September 2001 spannt er den Bogen, den er in Vorschläge für eine zukunftsorientierte Reaktivierung der transatlantischen Beziehungen einmünden lässt. Kühnhardt schlägt einen neuen Atlantischen Vertrag vor, um den existierenden beachtlichen „acquis atlantique“ auf eine neue Basis für die Bewältigung der Herausforderungen und Chancen des 21. Jahrhunderts zu stellen.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 60.

59  -  Uwe Leonardy

Europäische Kompetenzabgrenzung als deutsches Verfassungspostulat. Dokumente zur Entstehung und Außenwirkung des Artikels 23 GG (mit einem Vorwort von Bundesminister a.D. Hans-Jochen Vogel)

Baden-Baden: Nomos, 2002, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 59, 333 Seiten, ISBN 3-7890-8121-3

Die wirksame und klare berechenbare Abgrenzung der Kompetenzen zur Rechtsetzung zwischen der EU und ihren Mitgliedstaaten war eine der Kernforderungen, die zur Einsetzung des Konvents zur Zukunft der EU führten und heute dessen Zielrichtung entscheidend mit bestimmen. Der Herausgeber weist und vollzieht nach, daß sie für die Bundesrepublik Deutschland nicht allein eine politische, sondern zugleich eine aus der Verfassung hervorgehende Rechtsforderung ist, die sich aus Entstehung und Wortlaut des Absatzes 1 im Artikel 23 des Grundgesetzes, dem sog. Europa-Artikel, ergibt. Uwe Leonardy, als Beamter eines Landes im Rahmen der Gemeinsamen Verfassungskommission von Bundestag und Bundesrat 1991/92 selbst wesentlich an Konzipierung und Formulierung dieser Verfassungsvorschrift beteiligt, dokumentiert dazu deren Genesis auf der Grundlage von Quellen, die bisher weder erschlossen noch überhaupt für die Forschung zugänglich waren. Auf der gleichen Basis, die sowohl Materialien des Bundestages, seiner Fraktionen und des Bundesrates wie auch Akten aus Bundes - und Landesministerien umfaßt, führt er dies mit der Entfaltung der Außenwirkung von Art. 23 Abs. 1 GG bis zum Vertrag von Nizza und dem Konzept des Bundespräsidenten zu einer „Föderation der Nationalstaaten Europas” fort. Dabei wird insgesamt die zentrale Bedeutung klar ersichtlich, die der europäischen Kompetenzabgrenzung und dem auf sie gerichteten Postulat des deutschen Grundgesetzes für eine künftige Verfassung der EU zukommt. Diese Bedeutung wird von Leonardy in einem Einführungsaufsatz verfassungsrechtlich und systemvergleichend damit nachgewiesen, daß durch die Kompetenzabgrenzung die EU endgültig eine bundesstaatliche Struktur erhält.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 59.

58  -  Heinrich P. Kelz (Hrsg.)

Die sprachliche Zukunft Europas. Mehrsprachigkeit und Sprachenpolitik

Baden-Baden: Nomos, 2002, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 58, 283 Seiten, ISBN 3-7890-7951-0

2001 war das europäische Jahr der Sprachen. Dies war ein guter Anlass, intensiv über die Frage der Mehrsprachigkeit nachzudenken, Bilanz zu ziehen und Perspektiven zu öffnen. Experten aus dem In- und Ausland versuchen auf die sprachpolitischen Fragen eine Antwort zu geben, Modelle für Europa zu entwickeln und Möglichkeiten für den Erhalt der Vielsprachigkeit aufzuzeigen.

Inwieweit die auswärtige Kulturpolitik zum Erhalt der Mehrsprachigkeit beitragen kann, ist eine weitere Frage, die im Hinblick auf politische Konzepte und politische Praxis überprüft wird. Insgesamt hat der Fremdsprachenunterricht – auch dank EU-initiierter (und EU-finanzierter) Programme, allen voran Lingua und Erasmus – zugenommen.

Diese pauschale Zunahme entpuppt sich jedoch hauptsächlich als eine überwältigende Zunahme des Englischunterrichts bei gleichzeitigem Stagnieren oder gar Rückgang des Unterrichts in anderen Sprachen. Daher bot sich die Frage an, ob sich Englisch als europäische lingua franca überhaupt eignet.

Bei der Frage nach einem europäischen Modell ist es wichtig, auch einen Blick auf bereits praktizierte Modelle mehrsprachiger Länder zu werfen. Dabei standen die Schweiz und Spanien im Mittelpunkt. Diese Modelle wurden kritisch hinterfragt und ihre Eignung für Europa reflektiert.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 58.

57  -  Carlo Masala

Den Blick nach Süden? Die NATO im Mittelmeerraum (1990-2003). Fallstudie zur Anpassung militärischer Allianzen an neue sicherheitspolitische Rahmenbedingungen

Baden-Baden: Nomos, 2003, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 57, 316 Seiten, ISBN 3-8329-0371-2

Der Mittelmeerraum hat nach dem Ende des Ost-West-Konflikts eine zunehmend stärkere Aufmerksamkeit in der transatlantischen Sicherheitspolitik erfahren. Ethnische Konflikte, Terrorismus, Proliferation von Massenvernichtungswaffen und Bürgerkriegsflüchtlinge sind sicherheitspolitische Bedrohungen und Risiken, welche den Mittelmeerraum zu einem der neuen Krisen- und Konfliktbögen für die Sicherheit Europas haben werden lassen. Aus der Sicht vieler Beobachter auf beiden Seiten des Atlantiks ist nur die NATO in der Lage, für Sicherheit und Stabilität in dieser Region zu sorgen. Die NATO hat sich bereits frühzeitig dieser Herausforderung angenommen, doch treten bei der Entwicklung einer Mittelmeerpolitik der Allianz zahlreiche Probleme und Friktionen zu Tage. Wie sich dieser Widerspruch erklären läßt ist eine der zentralen Fragestellungen dieser Studie.

Die vorliegende Studie geht zwei Fragestellungen nach. Erstens: wie hat sich die Mittelmeerpolitik der Allianz seit Ende des Ost-West-Konflikts entwickelt. Dabei geht es zum einen, um allianzinterne Anpassungsprozesse und zum anderen um die konkrete Politik der Allianz gegenüber den mediterranen Subregionen (Nordafrika, Naher Osten und Balkan) im Untersuchungszeitraum entwickelt. Zweitens: wie lassen sich Allianzanpassungsprozesse theoretisch faßbar machen.

PD Dr. Carlo Masala Akademischer Rat am Forschungsinstitut für Politische Wissenschaft und europäische Fragen der Universität zu Köln, Senior Fellow am Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Bonn.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 57.

56  -  Jacobus Delwaide / Georg Michels / Bernd Müller (Hrsg.)

Die Rheingesellschaft. Mentalitäten, Kulturen und Traditionen im Herzen Europas

Baden-Baden: Nomos, 2003, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 56, 255 Seiten, ISBN 3-8329-0094-2

Europa wächst zusammen. Eigentlich ein Grund zur Freude, macht diese Entwicklung aber vielen Menschen auch Angst, weil sich Europa dabei von ihnen zu entfernen scheint, und sie suchen Schutz in vertrauten Bezugsrahmen, stehen dem Fremden und den Fremden immer skeptischer gegenüber. So sieht sich gerade die Europäische Union in die Spannung zwischen globaler Verantwortung und regionaler Rechtfertigung gestellt und wird gerade in ihren Gründungsländern herausgefordert. Die Erfolge populistischer Bewegungen beweisen, daß diese Befindlichkeiten der Bürger Europas ernst genommen werden müssen. Das Wissen um und das Verstehen von unterschiedlichen Kulturen und Mentalitäten ist dabei nicht nur ein Problem globaler Dimension. Die Unterschiede beginnen im Kleinen, sie trennen Nachbarn. Interkulturalität ist also eine Herausforderung für jeden Menschen, für den Handelsreisenden wie für den Touristen.

Entstanden in Zusammenarbeit mit der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen wendet sich der Band dem Umgang mit verschiedenen Mentalitäten, Kulturen und Traditionen im Nordwesten zu und befaßt sich mit den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und Frankreich. Dabei werden die unterschiedlichsten Lebensbereiche in den Blick genommen, so daß nicht nur Geschäftsleute erfahren, mit welchen rechtlichen Gegeben- und Gepflogenheiten sie vor Ort zu rechnen haben. Dem Leser werden auch Sensibilitäten und Erfahrungen seiner Nachbarn erkennbar. Er kann in Winkel ihrer Seele schauen, er lernt, Probleme der Vergangenheit mit ihren Augen zu sehen, und versteht auch endlich, warum etwa Fußballspiele zwischen niederländischen und deutschen Mannschaften immer etwas ganz besonderes sind.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 56.

55  -  Ralf Elm / Mamoru Takayama (Hrsg.)

Zukünftiges Menschsein. Ethik zwischen Ost und West

Baden-Baden: Nomos, 2003, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 55, 525 Seiten, ISBN 3-7890-8277-5

Die Grundlage des künftigen Zusammenlebens auf der Welt lässt sich weder durch einen Weltstaat noch durch einen Weltethos verordnen, sondern sie kann nur in einem Dialog der Kulturen erstritten werden. Der Ausgangspunkt dafür ist, was Konfuzius »Richtigstellung der Begriffe« nannte: Bevor man die Wahrheitsansprüche anderer Kulturen verstehen und überhaupt nach Konflikt und Versöhnung forschen kann, muss man den geschichtlichen Hintergrund und die systematische Verbindung zwischen den Konzepten rekonstruieren, die das Gerüst des Dialogs bilden. Von ganz besonderer Bedeutung wird dies im Verhältnis zwischen den ostasiatischen Kulturen und dem Westen sein. Um die Begegnung zwischen Ost und West vorzubereiten, bedarf es des Dialogs über die wichtigsten Kategorien in denen Würde und Aufgaben des Menschen bestimmt werden.

Dazu will die in Anlage und Durchführung bisher einzigartige Anthologie in der gemeinsamen Bemühung östlicher und westlicher Denker der Gegenwart einen Beitrag leisten. Sie ist aus einer vom Zentrum für Europäische Integrationsforschung und der Hermann-und Marianne-Straniak-Stiftung entwickelten Initiative eines philosophischen Dialogs zwischen Ostasien und dem Westen erwachsen.

Ralf Elm ist Akademischer Rat am Fachbereich Philosophie der Pädagogischen Hochschule Weingarten. Zuvor war er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Europäische Integrationsforschung (2000-2002) und von 1991-2000 an der Universität Dortmund tätig. In Dortmund habilitierte er sich 2000 mit einer Studie über Heideggers Ontogoie.

Mamoru Takayama promovierte 2001 an der Universität von Kyoto mit einer Arbeit über „Die Philosophie Hegels und die Logik des Nichts“, nachdem er bereits seit 1977 als Assistant Professor an Universitäten in Nagoya und Toko tätig gewesen war.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 55.

54  -  Gabor Erdödy (Hrsg.)

Mitteleuropa. Politische Kultur und europäische Einigung

Baden-Baden: Nomos, 2003, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 54, 153 Seiten, ISBN 3-8329-0288-0

Mitteleuropa - die historisch geprägte und teilweise vorbelastete Fixierung auf die eigene Region ist für die Donaustaaten durch die Perspektive der EU-Mitgliedschaft erweitert und teilweise abgelost worden. Gleichzeitig aber wirken kulturelle Prägungen und geistige Bilder über Wert und Wirkung von Mitteleuropa im Raum zwischen Alpen, Adria und Schwarzem Meer nach. Renommierte Historiker aus Ungarn, Kroatien, der Slowakei, Rumänien, Osterreich und Tschechien reflektieren in diesem Sammelband über Stellenwert und Wandel der Mitteleuropaidee im Kontext des sich unter dem Dach der EU wiedervereinenden Europa.

Der Herausgeber, Dr. Gabor Erdödy, ist Historiker an der Eotvos-Lorant-Universität Budapest und Senior Fellow des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI). Von 1992 bis 1997 war er Botschafter der Republik Ungarn in Deutschland, seit Ende 2002 vertritt er sein Land in gleicher Position beim Heiligen Stuhl.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 54.

53  -  Mladen Stanicic (Hrsg.)

Croatia on its Way towards the EU

Baden-Baden: Nomos, 2002, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 53, 176 Seiten, ISBN 3-7890-7952-9

Seit seiner Unabhängigkeit 1991 hat Kroatien beständig daran gearbeitet, seine "Europatauglichkeit" unter Beweis zu stellen. Mühevolle innenpolitische Reformprozesse und die komplexen aussenpolitischen und regionalpolitischen Umstände haben diesen Weg nicht leicht sein lassen. Gleichwohl kann nach etwas mehr als einem Jahrzehnt der Staatlichkeit eine positive Zwischenbilanz gezogen werden. Kroatien steht heute an der Schwelle, um als Kandidat für die EU-Mitgliedschaft anerkannt zu werden. Renommierte kroatische Wissenschaftler stellen in diesem Band die Entwicklungslinien in den wichtigsten politischen Bereichen des Lebens ihres Landes dar. Mladen Stanicic, der Herausgeber des Buches, ist Direktor des renommierten aussenpolitischen Instituts IMO in Zagreb. Seine Co-Autoren und er bieten ein überzeugendes Panorama von den Entwicklungen in Kroatien und erweitern dadurch den Horizont ihrer Leser. Dieser Band ist ein weiterer Beitrag der kontinuierlichen Politikberatung, die das Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI) im Zusammenspiel mit kroatischen Regierungsstellen und Wissenschaftspartnern zugunsten der Europäisierung Kroatiens betreibt.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 53.

52  -  Isolde Burr / Gertrud Gréciano (Hrsg.)

Sprache und Recht / La construction européenne: aspects linguistiques et juridiques

Baden-Baden: Nomos, 2003, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 52, 237 Seiten, ISBN 3-8329-0340-2

Die Europäische Union wird zunehmend relevant für alle Bereiche der Arbeitswelt und damit auch für Lehre und Forschung. Stand das Europa der Vergangenheit im Mittelpunkt historischer Analysen, so beschäftigen sich vorrangig Recht, Politik und Verwaltung mit dem Recht der Gegenwart und Zukunft. Aufbauend auf der Erkenntnis und Erfahrung, dass die Mehrsprachigkeit des Rechts der Europäischen Gemeinschaft einen prägenden Bestandteil der sich ausbildenden Rechtskultur bildet, stellen sich spezifische Fragestellungen kontrastiver Textproduktion und Textrezeption im Kontext von Sprachenrecht und Rechtssprache. Der Sammelband vereint die deutschen und französischen Beiträge, die LinguistInnen und JuristInnen von Universität und EU-Institutionen anlässlich eines internationalen Kolloquiums zum Ausklang des Jahres der Mehrsprachigkeit in Saverne/Elsaß, Dezember 2001 gehalten haben. Sprach-, Kommunikations-, Kultur- und Übersetzungswissenschaft werden als Instrument verstanden für die bestmögliche Entwicklung und Verwirklichung der Europaidee im Einverständnis mit dem Europabürger. Schlüsselthemen: Gemeinschafts-, Völker-, Grund-, Menschen-, Minderheiten-, Verfassungs- und Verwaltungsrecht. Fallbeispiele aus den EuGH-Urteilen, EU-Verträgen, EU/EG-Konventionen, EU/EG-Richtlinien und EU-Debatten demonstrieren sowohl die Gefahrenquelle des Missverständnisses beim Sprachenvergleich in Rechtstexten, weisen aber ebenso auf eine Weiterführung von Auslegungsmethoden im Rahmen einer Entwicklung der Rechtssprechung. Eine Europarelevante Rechtslinguistik kann auch z. B. an den verschiedenen sprachlichen Fassungen der jüngst proklamierten Europäischen Grundrechtecharta (EGRC) aufgezeigt werden.

PD Dr. Isolde Burr, Akademische Oberrätin am Romanischen Seminar der Universität zu Köln; z. Zt. Vertreterin eines Lehrstuhls für rom. Philologie an der Universität Bonn. Schwerpunkte in Forschung und Lehre: u.a. Mehrsprachigkeit in sprachenrechtlicher und rechtslinguistischer Sicht.

Prof. Dr. Gertrud Greciano, Lehrstuhl für deutsche Sprachwissenschaft an Université Marc Bloch, Strasbourg, seit 2001 emeritiert. Schwerpunkte in Forschung und Lehre: vergleichende Linguistik, Phraseologie und Europakorpus.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 52.

51  -  Frank Kressing / Karl Kaser (Hrsg.)

Albania – a country in transition

Baden-Baden: Nomos, 2002, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 51, 176 Seiten, ISBN 3-7890-7670-8

Auch nach dem Ende der Hoxha-Diktatur und der Öffnung des Landes seit 1991 stellt Albanien immer noch einen weitgehend unbekannten Teil Europas dar. In diesem Sammelband beleuchten Autorinnen und Autoren aus den Bereichen Balkanologie, Ethnologie und Geschichtswissenschaften Aspekte des Umwälzungsprozesses, welchem dieses kleine Balkanland nach mehr als 40-jähriger Abschottung ausgesetzt ist. Im Mittelpunkt der Beiträge steht die Suche heutiger Albanerinnen und Albaner nach ihrer Identität zwischen Ost und West, Tradition und Moderne, postkommunistischer Angleichung an den Kapitalismus und Bewahrung althergebrachter Strukturen. Dabei kommt die Rolle des Islam in dem ehemals „ersten atheistischen Staat der Welt“ ebenso zur Sprache wie der Fortbestand patriarchalischer Gesellschaftsmuster, Binnenmigration, Massenauswanderung und die Lage ethnischer Minderheiten. Nicht zuletzt werden ideologisch vorbelastete Sichtweisen von Albanern und Albanien thematisiert (Stichworte: Orientalismus, Balkanismus), womit der Band Grundinformationen und Orientierungshilfen sowohl für Fachwissenschaftler als auch für nicht-akademische, an der Geschichte, Kultur und Religion Südosteuropas interessierte Leser bietet.

Aus dem Inhalt

General remarks on Albania and the Albanians - Albania: orientalisation and balkanisation of a Balkan country – a contribution to an ongoing debate – Albanian Islam - development and disruptions - a preliminary account of research regarding the Albanian Bektashis – myths and unsolved questions - women's lack of identity and the myth of their security under Albanian patriarchy in Albania - migration within Albania – from the northern highlands to the cities of the plains - strategies of migrant workers in the highland villages of southern Albania in the 19th and 20th centuries - dawn for a ’sleeping beauty nation‘– Aromanian identity politics and conflicts in post-Communist Albania.

Die Herausgeber: Frank Kressing war wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Anthropologie – Kulturanthropologie des Universitätsklinikums Ulm, Karl Kaser ist Professor an der Universität Graz und Direktor des Instituts für Südosteuropäische Geschichte.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 51.

50  -  Hans-Dieter Lucas (Hrsg.)

Genscher, Deutschland und Europa

Baden-Baden: Nomos, 2002, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 50, 444 Seiten, ISBN 3-7890-7816-6

Mit dem Sammelband "Genscher, Deutschland und Europa. Hans-Dietrich Genscher und die deutsche Außen- und Europapolitik 1974 -1992" liegt erstmals eine wissenschaftliche Würdigung der Außen- und Europapolitik Hans-Dietrich Genschers vor.

In insgesamt 18 Beiträgenbeleuchten namhafte Historiker, Politikwissenschaftler, Publizisten und Diplomaten die Hauptfelder der Außen- und Europapolitik Genschers, der als deutscher Außenminister so lange wie kein anderer Politiker des 20. Jahrhunderts deutsche Außenpolitik geprägt hat. Dabei geht es nicht nur um die Entspannungs -, Ost- und Abrüstungspolitik Genschers, sondern auch um bislang weniger beachtete Aspekte wie etwa seine Politik gegenüber dem südlichen Afrika, sein Konzept interregionaler Kooperation der EG mit anderen Weltregionen oder seine Politik in der Jugoslawienkrise 1991/92. Über die Würdigung der außenpolitischen Lebensleistung Genschers hinaus ist der Band zugleich ein Beitrag zur Analyse der deutschen Außen- und Europapolitik von der Mitte der siebziger Jahre bis zur "großen Wende", die Genscher Ende der achtziger, Anfang der neunziger Jahre als "Außenminister der Einheit" entscheidend mitgestaltet hat.

Hans-Dietrich Genscher ist der Vorsitzende des Internationalen Beirats des ZEI.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 50.

49  -  Peter J. Cullen / Peter Zervakis (Hrsg.)

The Post-Nice Process: Towards a European Constitution?

Baden-Baden: Nomos, 2002, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 49, 239 Seiten, ISBN 3-7890-8194-9

Die Beschlüsse des Europäischen Rates von Nizza vom Dezember 2000 zur Reform der Institutionen der Europäischen Union haben die Diskussion über den Konstitutionbildungsprozeß in der EU, die Auseinandersetzung über die künftige Ausgestaltung des europäischen Institutionensystems, nachhaltig in Gang gesetzt. Die Debatte um die nächste „große Regierungskonferenz“ im Jahr 2004 hat bereits auf dem Gipfel in Nizza begonnen. Und anders als in Nizza, wo allenfalls institutionelle Teilanpassungen vollzogen wurden, soll entweder eine nächste Regierungskonferenz oder ein Verfassungskonvent einen gründlichen und umfassenden Verfassungsvertrag entwerfen u.U. im Sinne eines föderalen Ordnungsmodells.

Der Sammelband versucht, einen konzeptionellen Analyserahmen für die Voraussetzungen eines solchen Reformprogramms zur Weiterentwicklung der europäischen Institutionen vor dem Hintergrund der Erweiterung der Union interdisziplinär zu entwerfen. Dabei sollen die unterschiedlichen Zielsetzungen in den Mitglieds - und Kandidatenländer besonders zur Sprache kommen. An dem Buch arbeiten Experten aus sechs Ländern innerhalb und außerhalb der EU mit. Ihre Beiträge gehen auf eine Tagung der Europäischen Rechtsakademie in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI) in Trier in 2001 zurück. Der Band wird das erste Ergebnis eines gemeinsamen Projekts dieser Institutionen darstellen, das zur nächsten Regierungskonferenz im Jahr 2004 reicht.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 49.

48  -  Carlo Masala (Hrsg.)

Der Mittelmeerraum – Brücke oder Grenze?

Baden-Baden: Nomos, 2002, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 48, 160 Seiten, ISBN 3-7890-7780-1

Der Mittelmeerraum rückt immer stärker in den Vordergrund des politischen Interesses. Islamischer Fundamentalismus, Migration, ethnische Konflikte sowie die Proliferation von Massenvernichtungswaffen sind es, die zunehmend den westlichen Blick auf diese Region bestimmen. Oftmals wird übersehen, daß es neben trennenden Elementen zwischen den Küsten im Süden und Norden auch einigende Elemente gibt, welche die politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Interaktionen zwischen den Anrainerstaaten des Mittelmeerraumes bestimmen. Ist der Mittelmeerraum Brücke oder Grenze zwischen Europa und der arabischen Welt? Dieser Frage gehen Autoren aus der Religions-, der Politik-, der Bevölkerungs-, der Geschichts-, der Literatur- sowie der Kulturwissenschaft nach. Sie alle versuchen, eine Annäherung an die Frage nach den trennenden und den einenden Elementen zwischen Europa und der arabischen Welt.

Dr. Carlo Masala ist Akademischer Rat am Forschungsinstitut für Politische Wissenschaften und Europäische Fragen der Universität zu Köln und Junior Fellow am Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI) in Bonn.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 48.

47  -  Martin Weber

Schweden und die Europäische Union. Europadebatte und Legitimität

Baden-Baden: Nomos, 2001, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 47, 367 Seiten, ISBN 3-7890-7641-4

Quo vadis Schweden? Wie sollen nationales Selbstbestimmungsrecht und Wohlfahrtsstaat beibehalten sowie eine glaubwürdige Neutralitätspolitik vertreten werden, wenn gleichzeitig auf supranationaler Ebene ein bedeutendes Politikfeld nach dem anderen vergemeinschaftet, an der GASP teilgenommen sowie die Deregulierung weiter vorangetrieben wird?

Der Autor untersucht die Hintergründe dieser widersprüchlichen schwedischen Europapolitik anhand einer Analyse der Europadebatten, die vor dem EG/EU-Beitritt in Schweden geführt wurden. Er weist nach, daß der schwedischen Bevölkerung nichtvermittelt wurde, wie die für das Land grundlegenden legitimitätsstiftenden Faktoren unter den Anforderungen des europäischen Integrati onsprozesses zu verändern sind. Die Studie wendet sich an die Wissenschaftler, Politiker wie interessierte Laien, die sich ein Überblick über die im deutschen Sprachraum bisher kaum dargestellten Hintergründe der schwedischen Europapolitik verschaffen wollen. Besondere Authentizität erhält die Untersuchung durch die zahlreichen ins Deutsche übersetzten Primärquellen.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 47.

46  -  Thomas Lemmen

Muslime in Deutschland. Eine Herausforderung für Kirche und Gesellschaft

Baden-Baden: Nomos, 2001, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 46, 325 Seiten, ISBN 3-7890-7510-8

Mit der Einwanderung muslimischer Arbeitnehmer und ihrer Familien ist der Islam zu einer dauerhaften Erscheinung innerhalb der religiösen und gesellschaftlichen Landschaft Deutschlands geworden. Diese neue Situation wirft nicht nur Fragen für das Verhältnis der Religionen untereinander, sondern auch für das Zusammenleben ihrer Angehörigen in der Gesellschaft auf. Diesen Fragen kann sich auch die katholische Kirche nicht entziehen, insofern sie durch ihr Verhalten gegenüber den Muslimen auf diese Prozesse einwirken kann.

Das erste Kapitel bietet eine umfassende Beschreibung der gegenwärtigen muslimischen Präsenz. Der Schwerpunkt liegt auf Fragen der Organisationsbildung, der Religionsausübung und der rechtlichen Stellung der muslimischen Minderheit. Das zweite Kapitel betrachtet das Verhältnis beider Religionen aus der Sicht der katholischen Theologie und des islamischen Rechts. Daraus entwickelt der Autor im dritten Kapitel einige Möglichkeiten der Kirche in ihrem Handeln gegenüber den Muslimen. Das Werk greift die aktuellen Fragen im gesellschaftlichen Zusammenleben auf, bietet konkrete Anregungen und Lösungsvorschläge für die dargestellten Problemfelder. Der Verfasser hat verschiedene Studien zu Fragen muslimischen Lebens in Deutschland veröffentlicht und ist Geschäftsführer der Christlich-Islamischen Gesellschaft e.V.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 46.

45  -  Heinrich P. Kelz / Rudolf Simek / Stefan Zimmer (Hrsg.)

Europäische Kleinsprachen. Zu Lage und Status der kleinen Sprachen an der Schwelle zum dritten Jahrtausend

Baden-Baden: Nomos, 2001, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 45, 180 Seiten, ISBN 3-7890-6976-0

Lage und Status der kleinen europäischen Sprachen werden deutlich von dem derzeitigen innereuropäischen und weltweitenwirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel beeinflußt. Sie bilden einen wesentlichen Teil des europäischen kulturellen Erbes.

Zur Untersuchung dieses Wandels fand am 16. und 17. Juni 2000 im Zentrum für Europäische Integrationsstudien der Universität Bonn ein Kolloquiumstatt, dessen Akten hiermit vorgelegt werden. Die Beiträge sind für alle an kulturhistorischen und sprachpolitischen Fragen Interessierte bestimmt. Aus dem Inhalt: Die europäischen Kleinsprachen an der Schwelle zum 21. Jahrhundert; Linguistisches zur Zukunft der »Kleinen Sprachen« in Europa; Überblick über die Geschichte und Entwicklung des Schottisch-Gälischen; Die sowjetische Sprachenpolitik und deren Folgen im heutigen Lettland; Sprachplanung in Südostasien; The Welsh language in the twenty -first century; Luxemburgisch - die Nationalsprache des Großherzogtums auf Identitätssuche; Irish - a Celtic language in the new Europe - Die aktuelle Sprachsituation der Sorben; Die skandinavischen Sprachen und ihre Vermittlung

Heinrich P. Kelz ist Professor für Phonetik, Rudolf Simek ist Professor für Ältere Germanistik, Stefan Zimmer Professor für Vergleichende Indogermanische Sprachwissenschaft an der Universität Bonn.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 45.

44  -  Andreas Maurer / Wolfgang Wessels (Hrsg.)

National Parliaments on their Ways to Europe: Losers or Latecomers?

Baden-Baden: Nomos, 2001, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 44, 521 Seiten, ISBN 3-7890-7626-0

Dieser Band untersucht die Rolle der nationalen Parlamente im Prozess der europäischen Integration seit dem Maastrichter Vertrag: Wie haben die Parlamente auf den weiteren Transfer ‚ihrer’ Zuständigkeiten auf die europäische Ebene reagiert? Ein internationales Team ausgewiesener Experten analysiert die nationalen Anpassungs- und Europäisierungsprozesse in allen 15 EU-Mitgliedstaaten. Vor dem Hintergrund des Amsterdamer Vertragsprotokolls über die Rolle der nationalen Parlamente in der EU beleuchten die Autoren die Möglichkeiten einer effektiven Rückbindung der euro päischen Entscheidungszyklen. Besonderes Augenmerk richtet der Band dabei auf die Chancen und Defizite der Europaausschüsse in den Parlamenten der Mitgliedstaaten.

Andreas Maurer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsinstitut für Politische Wissenschaft und Europäische Fragen, Universität zu Köln. Prof. Dr. Wolfgang Wessels ist Jean-Monnet-Chair an der Universität zu Köln und Senior Fellow am Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI) in Bonn.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 44.

43  -  Ralf Elm (Hrsg.)

Europäische Identität: Paradigmen und Methodenfragen

Baden-Baden: Nomos, 2002, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 43, 318 Seiten, ISBN 3-7890-8217-1

Im Spannungsfeld von Globalisierung und ihren Erfordernissen auf der einen Seite und Nationalismus und Regionalismus mit tiefverwurzelten Konfliktpotentialen auf der anderen Seite sucht Europa nach einem Weg, die Vielheit von Staaten und Interessen zu einer Einheit zusammenzuführen. Wie der zukünftige Weg zu welcher Gestalt Europas und entsprechender europäischer Identität aussieht, ist noch nicht entschieden. Um so wichtiger ist die kritische Untersuchung der Leitbilder und Paradigmen europäischer Identität, der dabei verwendeten Methoden, Kategorien und Implikationen.

Was kann europäische Identität über europäischen Gleichschritt in der Wirtschafts- und Währungsunion sowie über eine gemeinsame Sicherheitspolitik hinaus ausmachen? Europa kann nicht auf eine einheitliche, in sich homogene Substanz zurückgreifen; dafür herrscht eine zu große Pluralität, zudem würde man der geschichtlichen Offenheit nicht gerecht. Europa darf sich freilich auch nicht im Extrem reiner Konstruktionen verlieren, würden auf diese Weise doch die unterschiedlichen Bindungen unterschlagen, damit die Zustimmungs - und Akzeptanzmöglichkeiten von Seiten der Bevölkerung preisgegeben. Inwieweit können also welche gelebten kulturellen Traditionen in welche europäische Identität überführt werden und inwieweit sind neue Wege zu (er)finden? Welche politischen und rechtlichen Europamodelle verdienen eine Leitbildfunktion?

Europaexperten und Kulturphilosophen aus verschiedenen Ländern und Fachrichtungen (der Geisteswissenschaften, Jurisprudenz, Philosophie, Politologie, Soziologie und Theologie) leisten mit diesem Sammelband einen Beitag zu der wiederholt eingeforderten öffentlichen Debatte über die Grundordnung Europas. Zu ihnen gehören: Orietta Angelucci von Bogdandy (Frankfurt am Main), Rémi Brague (Paris), Walter Brandmüller (Rom), Fred Dallmayr (Notre Dame), Rolf Elberfeld (Wuppertal), Jürgen Habermas (Starnberg), Ulrich R. Haltern (Berlin), Thomas S. Hoffmann (Bonn), Romain Kirt (Luxembourg), Wilfried Loth (Essen), Hans -Jürgen Luibl (Zürich), Matthias Lutz -Bachmann (Frankfurt am Main), Andrei Marga (Cluj), Georg Mohr (Bremen), Enno Rudolph (Heidelberg).

Der Herausgeber ist als Privatdozent Lehrbeauftragter für Philosophie an der Universität Dortmund und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI) an der Universität Bonn.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 43.

42  -  Georg Michels (Hrsg.)

Auf der Suche nach einem Phantom? Widerspiegelungen Europas in der Geschichtswissenschaft

Baden-Baden: Nomos, 2002, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 42, 218 Seiten, ISBN 3-8329-0317-8

Das Zusammenwachsen Europas tritt mit dem anstehenden EU-Beitritt der ersten ostmitteleuropäischen Länder in eine neue Phase. Diese Tatsache legt eine geistige Bestandsaufnahme nahe, die sich weniger mit aktuellen politischen oder wirtschaftlichen Erwartungen dieser Länder befaßt, sondern deren historisches und kulturelles Handgepäck in den Mittelpunkt stellt. Welches historische Erbe und welche Vorstellungen verbinden sich mit dem Begriff „Europa“? Ist Europa in historischer Hinsicht überhaupt ein Begriff und wenn ja, wie wurde und wird er gefüllt? Historiker aus Österreich, Polen, Tschechien, Litauen und Deutschland untersuchen in diesem Sammelband das „Europabild“ in der Geschichte und in der Geschichtswissenschaft Ostmitteleuropas. Dazu werden sowohl ganze Epochen im Längsschnitt durchmessen wie auch einzelne ausgewählte Aspekte beleuchtet, die beispielhaft für bestimmte, die Länder betreffende Entwicklungen stehen. Da mit tritt der scheinbar eindeutige Begriff von Europa in einer Vielzahl von Facetten hervor, die die verschiedenen Sichtweisen von Völkern Ostmitteleuropas deutlich werden lassen. So wendet sich der Band an alle an der Geschichte und Geisteswelt Ostmitteleuropas Interessierten, die nicht nur verstehen wollen, mit welchen Erwartungen je ne Länder auf die EU blicken, sondern auch wissen möchten, was Polen. Tschechien oder Litauen einbringen an historischen Bildern und Wahrnehmungen, die ihre Wirksamkeit bis heute nicht verloren haben.

Der Herausgeber ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI) in Bonn.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 42.

41  -  Ján Figel / Wolfgang Roth (Hrsg.)

Slovakia on the Road to EU Membership

Baden-Baden: Nomos, 2002, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 41, 134 Seiten, ISBN 3-7890-7779-8

Dieser Sammelband bietet eine innere Analyse und Bewertung der politischen Motivation und der vitalen politischen Interessen der Slowakei. Die slowakischen Autoren versuchen, die Erwartungen und Erfahrungen auf dem Weg in die Europäische Werte- und westliche Bündnisgemeinschaft ebenso wie die Entwicklung des politischen, sozialen und ökonomischen Systems des Landes zu durchleuchten und zukunftsorientiert zu bewerten.

Jan Figel ist Staatssekretär im Auswärtigen Amt der Slowakei. Wolfgang Roth ist Vize-Präsident der Europäischen Investitionsbank.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 41.

40  -  Xuewu Gu (Hrsg.)

Europe and Asia. Mutual Perceptions and Expectations on the Way to a New Partnership in the twenty-first Century

Baden-Baden: Nomos, 2002, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 40, 219 Seiten, ISBN 3-7890-7778-X

Der Sammelband geht der Frage nach, ob und inwiefern es einen Zusammenhang zwischen dem unterentwickelten Europa-Asien-Verhältnis und den gegenseitigen unterschiedlichen Erwartungen gibt. Es soll untersucht werden, wie die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Prozesse in Europa von Asiaten wahrgenommen werden und umgekehrt. Zwölf Experten identifizieren die Schwächen Europas und Asiens, die gegenseitige Enttäuschungen bzw. Mißverständnisse hervorgerufen haben.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 40.

39  -  Xuewu Gu (Hrsg.)

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den Regionen in Europa

Baden-Baden: Nomos, 2002, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 39, 219 Seiten, ISBN 3-7890-7777-1

Die europäische Integration stellt nicht nur einen Prozess dar, der durch die zunehmende Dynamik der Supranationalität die Mitglieds- und Kandidatenländer der Europäischen Union miteinander verbindet, sondern auch eine Entwicklung, die einen massiven Transfer von traditionellen nationalen Aufgaben sowohl nach oben wie nach unten erforderlich macht. Gerade vor dem Hintergrund dieses Zwangs zur strukturellen Kompetenzverlagerung ergeben sich die Bedeut ungen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit für den gesamten Integrationsprozess. Aufbauend auf grundlegenden Darstellungen zum rechtlichen Rahmen regionaler Zusammenarbeit innerhalb der EU und zum allgemeinen Charakter der Grenzen zwischen den Regionen in Europa bietet der Sammelband eine Analyse dieser regionalen Zusammenarbeit in ausgewählten Regionen und Politikfeldern. Untersucht werden z.B. Bildungspolitik, Innen- und Rechtspolitik, Umweltschutz, Strukturpolitik und Verkehrspolitik sowie die Regionen Saar-Lor-Lux, Neiße-Nisa-Nysa und das Rheineinzugsgebiet. In einem besonderen Teil werden Probleme und Perspektive der regionalen Zusammenarbeit in Europa aus der Sicht verschiedener nationaler und europäischer Institutionen beleuchtet.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 39.

38  -  Andreas Maurer / Wolfgang Wessels

Das Europäische Parlament nach Amsterdam und Nizza: Akteur, Arena oder Alibi

Baden-Baden: Nomos, 2003, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 38, 251 Seiten, ISBN 3-8329-0270-8

Das Europäische Parlament hat – anders als die Klage über das Demokratiedefizit – auch fünfzig Jahre nach seiner ersten Sitzung keine Konjunktur. Trotz der beträchtlichen Ausweitung seiner Befugnisse ist das Parlament nicht in bekannte Typologien aus der Parlamentarismusforschung einzuordnen. Andererseits werden nach wie vor Forderungen nach einer konstitutionellen Stärkung des Parlaments gestellt, die mit der Notwendigkeit einer verbesserten demokratischen Legitimation für die verbindlichen EU-Entscheidungen begründet werden.

Diese Studie untersucht die Aussagekraft der integrationswissenschaftlichen Ansätze einer marginalen Bedeutung des Parlaments, seiner gewachsenen Rolle als eigenständiger und schlagkräftiger Akteur im institutionellen Gefüge der EU sowie seiner erst in den letzten Jahren zum Vorschein tretenden Funktion als Arena, in der die wesentlichen sozioökonomischen Konflikte gespiegelt und in Form parteipolitischer Auseinandersetzung manifestiert werden.

Vor dem Hintergrund unterschiedlicher Leitbilder zum Parlament nutzen die Autoren einen Katalog parlamentarischer Funktionen, der die spezifischen Bedingungen des EU-Systems berücksichtigt. Mit der ,Politikgestaltungsfunktion’ soll hierbei der Einfluss des Parlaments im EU-Politikzyklus erfasst werden; bei der ‚Systemgestaltungsfunktion’ wird geprüft, ob und wie es eine Rolle als Architekt bei der Gestaltung der Verträge übernimmt. Schließlich werden unter dem Blickwinkel der ‚Interaktionsfunktion’ die Beziehungen zwischen Abgeordneten, Bürgern und intermediären Gruppierungen untersucht.

Dr. Andreas Maurer ist wissenschaftlicher Referent an der Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin; und Lehrbeauftragter an den Universitäten Osnabrück und Berlin (FU).

Prof. Dr. Wolfgang Wessels ist Jean-Monnet-Professor für Politikwissenschaft und Europäische Fragen an der Universität zu Köln; und Gastprofessor am Europakolleg Brügge und Natolin.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 38.

37  -  Rafael Biermann (Hrsg.)

Deutsche Konfliktbewältigung auf dem Balkan. Erfahrungen und Lehren aus dem Einsatz

Baden-Baden: Nomos, 2002, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 37, 376 Seiten, ISBN 3-7890-7943-X

Konfliktmanagement hat seit Ende der Bipolarität enorm an Bedeutung gewonnen. Wobei der traditionelle Blauhelm-Einsatz der Vereinten Nationen zunehmend von sehr komplexen, multinationalen Friedensmissionen unterschiedlichsten Charakters überlagert wird. Viele Defizite werden dabei offenbar.

Deutschland verfügt erst seit Kambodscha, Somalia und Bosnien über erste Einsatzerfahrungen. Das Buch soll einen Beitrag dazu leisten, diese Erfahrungen von deutschen Einsatzkräften, transparent zu machen und Schlußfolgerungen für künftige Einsätze zu ziehen. Autoren sind überwiegend deutsche Mitarbeiter internationaler Organisationen, die über ihre Erfahrungen im Einsatz berichten: so u.a. vom Einsatz der Internationalen Polizeitruppe in Bosnien, von Wahlbeobachtung, Wiederaufbau und Flüchtlingsrückkehr, von den NATO-Luftoperationen im Kosovo. Hinzu kommen Beiträge, die sich mit den Entscheidungsstrukturen und -prozessen im Konfliktmanagement in Berlin befassen.

Der Herausgeber ist Leiter der »Task Force Südosteuropa« am Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI) und hat von 1995 bis 1999 im Planungsstab des Bundesministeriums der Verteidigung gearbeitet.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 37.

36  -  Georg Klöcker (Hrsg.)

Ten Years after the Baltic States re-entered the International Stage

Baden-Baden: Nomos, 2001, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 36, 256 Seiten, ISBN 3-7890-7569-8

Dieser Sammelband bündelt die Analysen baltischer Autoren über die nationalen Motivationen und vitalen Interessen, die die Politik Estlands, Lettlands und Litauens seit der Wiedererlangung der staatlichen Unabhängigkeit bestimmten. Die Autoren versuchen eine innere Perspektive bezüglich der Erwartungen und Erfahrungen der drei baltischen Staaten auf ihrem Weg in die Europäische Union und die westlichen Bündnissysteme zu entwerfen, wobei sie ihren Fokus auf die Entwicklung des jeweiligen politischen, sozialen und ökonomischen Systems richten, welche Basis und Voraussetzung für die baltischen Interessen und deren Umsetzung bietet.

Georg Klöcker ist Junior Fellow am Zentrum für Europäische Integrationsforschung in Bonn.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 36.

35  -  Romain Kirt / Arno Waschkuhn (Hrsg.)

Kleinstaaten-Kontinent Europa. Probleme und Perspektiven

Baden-Baden: Nomos, 2001, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 35, 304 Seiten, ISBN 3-7890-7581-7

Der mit dem Fall der Berliner Mauer im November 1989 eingeleitete Transformationsprozeß markiert nicht nur den Anfang einer neuen Phase der europäischen Geschichtsschreibung. Er signalisiert auch den Anfang einer Entwicklung, die einen ähnlich grossen Impakt auf das internationale System haben wird, wie seinerzeit die durch die Entkolonisierung losgetretene Welle von Staatengründungen. Bedingt durch die Ereignisse von 1989 und die politischen Nachbeben, die sie vor allem im Osten und Südosten des Kontinents ausgelöst haben, sind in Europa in weniger als zehn Jahren 22 neue Staaten entstanden.

Europa hat also innerhalb von ein paar Jahren nur ein völlig neues geopolitisches Outfit bekommen. Ignacio Ramonet, der Herausgeber von Le Monde Diplomatique, spricht angesichts dieser Staatenflut sogar von der »Genese eines sechsten Kontinents«. Diese regelrechte Kleinstaaten-Inflation stellt die Europäische Union und ihre Institutionen vor völlig neue Herausforderungen und Probleme. Romain Kirt, Senior Research Fellow am ZEI, und Arno Waschkuhn, Professor für Politikwissenschaft an der Universität Erfurt, zeigen auf, daß Staaten gerade auch im Zeitalter der Globalisierung durchaus den »Mut zur Kleinheit« (Rudolf Kirschläger) haben dürfen.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 35.

34  -  Heiko Uecker

Deutsch-Norwegische Kontraste. Spiegelungen europäischer Mentalitätsgeschichte

Baden-Baden: Nomos, 2001, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 34, 152 Seiten, ISBN 3-7890-7371-7

Die auf einem deutsch-norwegischen Kolloquium am 10. und 11. Dezember 1999 an der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn gehaltenen Vorträge wurden hier noch einmal zu einer vielschichtigen komparativen Analyse beider Länder zusammengefaßt. Daraus ergibt sich ein differenziertes Bild von den Eigenheiten und Besonderheiten jedes der beiden Länder, das weit über althergebrachte Klischees hinausgeht. Zudem werden nicht vorrangig die sonst in Zusammenhang mit dem Zusammenwachsen Europas zentralen Fragen der Ökonomie diskutiert, sondern kulturelle Differenzen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen wie Soziologie, politische Kultur, Bildungsgeschichte, Rechtspraxis, Literatur und Musik untersucht und einander gegenübergestellt.

Der Herausgeber ist Professor für Nordische Philologie an der Universität Bonn.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 34.

33  -  Karl Magnus Johannson / Peter Zervakis (Hrsg.)

European Political Parties between Cooperation and Integration

Baden-Baden: Nomos, 2002, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 33, 239 Seiten, ISBN 3-7890-7684-8

Der Sammelband versucht, einen konzeptionellen Analyserahmen für das Wirken von europäischen politischen Parteien zu entwerfen. Hierbei wird besonders auf die verfassungsrechtlichen und institutionellen Voraussetzungen eingegangen als auch auf die praktischen Organisationsabläufe in den vier bedeutendsten europäischen Parteien.

An dem Band haben Experten aus vier Ländern der EU mitgewirkt und ihre Ergebnisse erstmals auf einer Tagung am Schwedischen Institut für Internationale Beziehungen vorgestellt.

Das Projekt des ZEI wurde vom Zentrum für wirtschaftliche und gesellschaftliche Studien (SNS) in Stockholm unterstützt.

Aus dem Inhalt:
Framing European Political Parties: Historical-Institutional Framework – Constitutional Framework – Organizing European Political Parties: European People’s Party – Party of European Socialists – European Liberal Democrat and Reform Party – European Federation of Green Parties – Electoral Dimension: Party-Electoral Linkage – Party Landscape after the 1999 European Election

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 33.

32  -  Gabor Erdödy (Hrsg.)

Transformationserfahrungen. Zur Entwicklung der politischen Kultur in den EU-Kandidatenländern

Baden-Baden: Nomos, 2003, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 32, 284 Seiten, ISBN 3-8329-0050-0

Die politische Kultur aller Länder Ost-Mitteleuropas, die als Kandidat für eine EU-Mitgliedschaft anerkannt sind, wird seit mehr als einem Jahrzehnt eine zum größten Teil fundamentalen Transformation und Erneuerung unterzogen. Neben der wirtschaftlichen und der politischen Reform ist dieser Aspekt von allergrößter Bedeutung für die künftige innere Substanz der baldigen EU-Neumitglieder. Zugleich verlangt der Blick aus der derzeitigen EU, die geistig-kulturellen Entwicklungen in den EU-Kandidatenländern stärker als bisher in Augenschein zu nehmen, um die Perspektiven eines gemeinsamen Europa besser deuten zu können. Renommierte Wissenschaftler aus Polen, Tschechien, der Slowakei, Estland, Lettland, Litauen, Ungarn, Slowenien, Malta, Zypern, aber auch aus Rumänien, Bulgarien und der Türkei, deren Mitgliedschaft noch nicht unmittelbar bevorsteht, analysieren in diesem originellen Band Kernfragen der Entwicklung der politischen Kultur in ihrem Heimatland.

Gabor Erdödy, der Herausgeber, ist Historiker an der Eotvos-Lorant-Universität Budapest und externer Senior Fellow des Zentrum für Europäische Integrationsforschung. Er war Botschafter der Republik Ungarn in Deutschland von 1993 bis 1997 und vertritt sein Land in gleicher Kapazität seit Ende 2002 beim Heiligen Stuhl.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 32.

31  -  Walter Fürst / Martin Honecker (Hrsg.)

Christenheit – Europa 2000. Die Zukunft Europas als Aufgabe und Herausforderung für Theologie und Kirchen

Baden-Baden: Nomos, 2001, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 31, 222 Seiten, ISBN 3-7890-7248-6

Wie wird die gemeinsame Zukunft Europas aussehen? Eine einheitliche Währung allein wird nicht ausreichen, um die europäische Einigung zu vollenden. Will Europa wirklich Zukunft haben, muß es mehr sein und werden als »EURO-Land«.

Die geschichtliche Identität des Kontinents ist engstens mit dem Christentum, aber auch mit Judentum und Islam verknüpft. Die kulturprägende abendländische Synthese von Gesellschaft und dominierender christlicher Religion ist längst zerbrochen.

Welche Perspektiven kann unter diesen Umständendas Christentum für die Zukunft eröffnen? Welche Bedeutung kommen der Kirche und der interkonfessionellen Ökumene in der säkularen und pluralistischen europäischen Gesellschaft zu? Fragestellungen dieser Art sind Ausgangspunkt dieses Sammelbandes. Es soll ins Bewußtsein gerufen werden, daß christliche Religion, Theologie und Kirchen nur in dem Maße ihren Beitrag zur Zukunft Europas leisten können werden, als sie sich selbst in ihrem Selbstverständnis vom geistigen Erbe Europas herausfordern lassen und zu einerentsprechenden Ausgestaltung ihrer eigenen Identität bereit sind. Nur unter diesen Voraussetzungen sind sie im pluralistisch-demokratischen Europa selbst zukunftsfähig.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 31.

30  -  Romain Kirt (Hrsg.)

Die Europäische Union und ihre Krisen

Baden-Baden: Nomos, 2001, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 30, 347 Seiten, ISBN 3-7890-7169-2

Krisen und Erfolge gehören zu den wesentlichen Bestandteilen des europäischen Integrationsprozesses. Diese haben sich im Rahmen des Integrationsprozesses gegenseitig bedingt, so dass zahlreiche integrationspolitische Fortschritte ohne die ihnen vorausgehenden Spannungen nicht möglich gewesen wären. Insofern sind sie »die grossen Einiger«, wie Jean Monnet einmal treffend bemerkt hat. Krisen und folglich auch das Krisenmanagement sind ein inhärenter Bestandteil der europäischen Integration.

In diesem Sammelband werden die verschiedenen Krisen, die EG/EU-Europa er- und durchlebt hat, dargestellt und analysiert. Die Autoren aus Politik und Wissenschaft verstehen die einzelnen Krisen als notwendige Begleiterscheinung des europäischen Integrationsprozesses. Krisen müssen als Chance zur Deeskalation einer Situation sowie zur Erkundung neuer integrationspolitischer Wege für eine zukunftsorientierte Gestaltung der europäischen Idee interpretiert werden.

Der Herausgeber ist Conseiller de Gouvernement in der luxemburgischen Regierungsverwaltung und Senior Fellow am ZEI in Bonn.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 30.

29  -  Gerhard Höver (Hrsg.)

Religion und Menschenrechte. Genese und Geltung

Baden-Baden: Nomos, 2001, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 29, 182 Seiten, ISBN 3-7890-6739-3

Religion bringt ihrer Eigenart nach die Nichtidentität zwischen Gott und Welt zum Ausdruck. In religiöser Sicht hat die Welt ihren tragenden Grund nicht in sich selbst, religiöse Praxis bestimmt sich aus der Erfahrung von Verborgenheit und Nähe eines transzendenten Grundes. Diese Perspektive der Nichtidentität aber kann die Religion nicht anders zum Gegenstand ihrer Betrachtung machen, als daß sie die Welt in ihrer Ganzheit angesichtig werden läßt und in je spezifischer Weise als der Begegnung mit dem Heiligen begreift. Auch alle ethische Verbindlichkeit verdankt ihre letzte Gültigkeit einem Grund, der für das Wollen und Handeln des Menschen unverfügbar ist. Aus diesem Spannungsverhältnis heraus bildet Religion im Hinblick auf die Rechte des Menschen nicht nur den Verbindungspunkt von historischer Genese und normativer Geltung, sondern stellt auch konstruktiv ein Potential zur Entfaltung des Menschenrechtsdenkens bereit. Diesen Zusammenhängen geht das Werk in drei Themenkreise über den religiösen und historischen Ursprung der Menschenrechte, die kulturelle Vielfalt von Interpretation und Geltung sowie die Umsetzung der Menschenrechte nach.

Der Herausgeber ist Professor für Moraltheologie in Bonn.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 29.

28  -  Monika Jung

Die nukleare Abrüstung der Ukraine 1991-1996. Ein Lehrstück für die ukrainische Außen- und Sicherheitspolitik.

Baden-Baden: Nomos, 2000, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 28, 301 Seiten, ISBN 3-7890-6802-0

Die nukleare Abrüstung der Ukraine stellte angesichts des technischen Zustands der Atomwaffen eine Zwangsläufigkeit dar. Trotzdem avancierte die Frage der Atomwaffen im Verlaufe der ukrainischen Nationen- und Staatsbildung zu einem innenpolitischen Streitpunkt und führte zu Debatten über die zukünftige Ausrichtung und Durchführung der Außen- und Sicherheitspolitik.

Die Fallstudie erläutert im Detail die Verhandlungen, die zwischen Kiew, Moskau und Washington stattgefunden haben und zeigt beispielhaft, wie Sicherheitsfragen in der post-sowjetischen Ära gelöst werden können. Darüber hinaus trägt das Werk zum Verständnis für einen neuen Staat bei, der dem Druck Rußlands und der Vereinigten Staaten ausgesetzt war, und erklärt, wie er seine Sicherheitsinteressen, besonders im Bereich der Nonproliferation, definiert hat.

Die für alle an zeitgeschichtlichen Fragen Interessierte bestimmte Studie beruht u. a. auf Interviews, die die Verfasserin mit den wichtigsten ukrainischen Entscheidungsträgern führte.

Die Verfasserin ist Redakteurin in der politischen Nachrichtenredaktion der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«. Von Oktober 1993 bis Juli 1995 war sie als freie Journalistin in Kiew tätig.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 28.

27  -  Walter Schweidler (Hrsg.)

Werte im 21. Jahrhundert

Baden-Baden: Nomos, 2001, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 27, 292 Seiten, ISBN 3-7890-6976-0

Es ist ein Kennzeichen der zusammenwachsenden Welt und des sich beschleunigenden Lebens an der Schwelle zum Jahrtausend, daß Menschen den Eindruck gewinnen, die Werte, die ihr Leben bestimmen, nicht mehr aus ihrem Inneren gewinnen und begründen zu können, sondern sie als Sachzwänge und unübersehbare Nebenfolgen der Handlungssysteme, in die sie eingebunden sind, hinnehmen zu müssen. Die Frage nach Kontinuität und Wandel, Begründbarkeit und Unhintergehbarkeit von Werten muß deshalb heute als die Frage nach den spezifischen Handlungskompetenzen und Systemzusammenhängen gestellt werden, denen die Entscheidungen entspringen, die unser Leben jenseits unserer subjektiven Intuitionen und überkommenen Traditionen verändern. Das Werk betrachtet die Wertproblematik, indem es die wichtigsten Felder der die Gesellschaft und das Leben prägenden Institutionen auf die Wertdynamik hinuntersucht. Werte zeigen sich als die rational vertretbaren Ergebnisse eines Diskurses über das gute Handeln und Leben, der eine Herausforderung darstellt, die ein Mensch seinen Mitmenschen natürlicherweise zumuten muß.

Der Herausgeber ist ordentlicher Professor für Philosophie an der Universität Bochum und Senior Fellow am ZEI in Bonn.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 27.

26  -  Wolf-Dieter Lange/ Andrea-Eva Smolka (Hrsg.)

25 Jahre nachrevolutionäre Literatur in Portugal. Nationale Mythen und kulturelle Identitätssuche

Baden-Baden: Nomos, 2001, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 26, 298 Seiten, ISBN 3-7890-7372-5

Kein Datum in der jüngeren Geschichte Portugals weist einen so hohen Symbolwert auf wie der 25. April 1974, der zum Inbegriff von Freiheit und Neubeginn wurde. Besonders im literarisch-kulturellen Bereich übertragen die von diesem Zeitpunkt an einsetzenden Entwicklungen alle vorhandenen Erwartungen.

Die Literatur konnte sich nun mit den Traditionen des Landes kritisch auseinandersetzen oder auch Geschichte im Hinblick auf jene Kontinuitäten analysieren, die im allgemeinen zu nationaler Mythenbildung und im speziellen zu der Herrschaft António de Oliveira Salazars geführt hatten.

Auch die Auseinandersetzung mit der Situation der Frau angesichts einer von Kirche und Staat in gleicher Weise propagierten, bildungs- und emanzipationsfeindlichen Familienideologie gewinnt an Bedeutung. Die zeitgenössische Literatur enthält auch Visionen von Gewalt, Sexualität und Tod, die die Furcht und Sorge um den Jahrtausendwechsel artikulieren.

Es wird nicht nur eine kultur - und mentalitätsgeschichtliche Bilanz der Entwicklungengezogen, sondern auch Horizonte des Kommenden evoziert. Wolf-Dieter Lange ist Professor für Romanische Philologie an der Universität Bonn, Andrea-Eva Smolka wissenschaftliche Mitarbeiterin am Romanischen Seminar der Universität Bonn.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 26.

25  -  Ludger Kühnhardt

Von Deutschland nach Europa. Geistiger Zusammenhalt und außenpolitischer Kontext.

Baden-Baden: Nomos, 2000, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 25, 464 Seiten, ISBN 3-7890-6732-6

Wie wird sich die Demokratie entwickeln? Werden Brüssel und Berlin auf Dauer zu Konkurrenten auf der politischen Bühne Europas oder zu komplementären Partnern, die ihre jeweiligen Aufgaben und Kompetenzen im Geist von Subsidiarität und Föderalismus wahrnehmen? Das Fragen gehört zu Europa, Zweifel und Hoffnung begleiten Freiheit und Demokratie seit alters her. Diese Sammlung enthält Studien, Skizzen und Vorträge des Direktors am Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI) zu Themen der Demokratietheorie und der politischen Ideengeschichte einerseits, zu Fragen der deutschen Rolle in Europa, der europäischen Integration und der internationalen Politik andererseits. Es sind ebenso nachdenkliche wie inspirierende Überlegungen mit wissenschaftlichem Fundus und praktischer Relevanz.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 25.

24  -  Susanne Baier-Allen / Ljubomir Cucic (Hrsg.)

The Challenges of Pluriculturality in Europe.

Baden-Baden: Nomos, 2000, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 24, 212 Seiten, ISBN 3-7890-6729-6

European integration has primarily been driven by rational thinking and a functional dynamic. In this process of uniting Europe politically and economically the question of how this unity can be sustained beyond functionalism has gained increasing importance given the cultural diversity of an enlarging Europe.

The authors assembled in this volume are addressing this question from the perspective of EU member states, aspiring member countries, and European organisations. The common thread that runs throughout this book is the recognition that the unity of Europe does not lie simply in the further deepening of existing structures, but in the diversity of identities and cultural pluralism.

Published in the series Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), this book is a timely contribution to the ongoing debate on European identity and the challenges cultural diversity throws forth.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 24.

23  -  Gerd Föhrenbach

Die Westbindung der baltischen Staaten. Zur Integration Estlands, Lettlands und Litauens in die bi- und multilateralen europäischen und transatlantischen Sicherheitsstrukturen während der 1990er Jahre.

Baden-Baden: Nomos, 2000, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 23, 269 Seiten, ISBN 3-7890-6725-3

Seit der Wiedererlangung ihrer Unabhängigkeit bemühen sich die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen intensiv um ihre Integration in die sicherheitspolitischen Strukturen des Westens. Die Studie untersucht, wie weit die Einbindung der drei Länder seit 1991 vorangeschritten ist.

Im einzelnen wird analysiert, wie sich die sicherheitspolitische Zusammenarbeit zwischen den Balten einerseits und dem Nordatlantikpakt, der Europäischen Union, der Westeuropäischen Union sowie Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika andererseits entwickelte und welche Schlußfolgerungen daraus für die Sicherung der Westbindung der drei Ostseerepubliken zu ziehen sind. Der Autor zeigt, daß der Westen zwar die Bewahrung der Unabhängigkeit der drei Staaten auf vielfältige Weise fördert. Jedoch werden bei jeder der untersuchten Institutionen und bei allen betrachteten Partnerstaaten auch die Grenzen des Engagements deutlich.

Der Verfasser ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Amt für Studien und Übungen der Bundeswehr und war von 1997 bis 1999 Fellow am Zentrum für Integrationsforschung (ZEI) in Bonn.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 23.

22  -  Jackson Janes / Oleg Kokoshinsky / Peter Wittschorek (Hrsg.)

Ukraine, Europe, and the United States. Towards a New Euro-Atlantic Security Architecture.

Baden-Baden: Nomos, 2000, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 22, 179 Seiten, ISBN 3-7890-6595-1

Since the breakdown of the Soviet Union and the independence of Ukraine in 1991, drastic steps have been made to overcome the past and to establish a new statehood in the second largest European country. With impressive efforts, Ukraine’s traditional Eastern orientation was combined with the re-opening of its society, institutions and markets to the West. Thus Ukraine is on the way to become a potential and important partner for the Euro-Atlantic security architecture in the 21st century.

On the eve of Ukraine’s third Presidential elections in October 1999, leading officials and experts from Ukraine, the United States and Germany investigated the challenges, possibilities and needs for the development of Ukrainian-U.S.-European cooperation. Their open and active debate of political, geopolitical, economic and security aspects of the partnership offers a deep analysis of the new established networks between Kyiv and the West.

This publication is part of a joint project of the Atlantic Council of Ukraine, the American Institute for Contemporary German Studies, and the Center for European Integration Studies (ZEI).

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 22.

21  -  Wojciech Boloz / Gerhard Höver (Hrsg.)

Die Einigung Europas als Herausforderung für die Kirche.

Baden-Baden: Nomos, 2000, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 21, 255 Seiten, ISBN 3-7890-6632-X

Europa gilt bei vielen immer noch als ein von oben verordnetes, von supranationalen Institutionen dominiertes Gebilde. Wer aber das „Europa der Bürger“ zu einer erlebbaren Größe machen will, muß eine geistige Zielbestimmung jenseits von Politik und Ökonomie in Angriff nehmen. Ein Blick in die europäische Kulturgeschichte kann hier hilfreich sein. Er zeigt, daß gemeinsame Wertvorstellungen, aber auch kulturelle Verschiedenheiten seit jeher die europäische Identität ausgemacht haben. Sie im Dialog sichtbar zu machen und so einem authentischen Universalismus den Boden zu bereiten, ist Anliegen der Beiträge polnischer und deutscher Theologinnen und Theologen, die in diesem Band erstmals gemeinsam zentrale Herausforderungen für ein vereintes Europas diskutieren. Im Mittelpunkt stehen Fragen der Wirtschafts- und Bioethik, des wieder erstarkten Nationalismus sowie der sozialen Gerechtigkeit.

Vor dem Hintergrund des Vertrags von Amsterdam und seiner Kirchenerklärung, mit dem die Kirchen in der Europäischen Union als anerkannte Partner in eine neue Verantwortung getreten sind, kommt dem Werk eine besondere Bedeutung zu.

Die Herausgeber sind Professoren für Moraltheologie in Warschau und Bonn.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 21.

20  -  Sven Arnswald / Marcus Wenig (Hrsg.)

German and American Policies towards the Baltic States. The Perspectives of EU and NATO Enlargement.

Baden-Baden: Nomos, 2000, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 20, 120 Seiten, ISBN 3-7890-6575-7

Die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen haben auf ihrem Weg in die euro-atlantischen Sicherheitsstrukturen große Fortschritte erzielt. In diesem Annäherungsprozeß an EU und NATO spielen die Politik Deutschlands und der Vereinigten Staaten von Amerika eine zentrale Rolle. Eine Lösung der umfangreichen und komplexen Probleme, vor denen EU und NATO im baltischen Raum stehen, gilt vielen als »Lackmustest« sowohl für die Leistungsfähigkeit wie auch die Glaubwürdigkeit euro-atlantischer und somit zugleich deutscher und amerikanischer Politik.

Die Autoren des Bandes – namhafte Experten aus Wissenschaft und Politik der baltischen Republiken, Deutschlands, der USA, Rußlands sowie aus EU und NATO – bieten einen Einblick in die Motive und Interessen Deutschlands und der Vereinigten Staaten. Daneben geben sie einen umfassenden Überblick über die Fortschritte Estlands, Lettlands und Litauens auf ihrem Weg »zurück nach Europa«.

Sven Arnswald ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Europäische Politik (IEP) in Bonn. Dr. Marcus Wenig ist Referent im Ministerium der Justiz und für Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 20.

19  -  Cornelis Theunis van der Lugt

State sovereignty or ecological sovereignty? A study of the regulation of acid rain within the European Union.

Baden-Baden: Nomos, 2000, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 19, 377 Seiten, ISBN 3-7890-6540-4

This in-depth study places the topical "ecology sovereignty debate” in the context of European integration. The author begins by illustrating how the "sovereign” states of Europe share common water systems and air movements that follow natural patterns. A case study on acid rain regulation in the EU weighs the role of state sovereignty in determining outcomes in the EU policy cycle.

The case study focuses on the behaviour of four member states during the negotiation of the 1988 Large Combustion Plant Directive. The author explains the impact of the ecogeographical setting, industrial interests, expert advice and political culture. A decade later, these factors remain decisive as the EU re-evaluates its acidification strategy and pursues policies to reduce greenhouse gas emissions.

The study suggests a redefined conception of sovereignty to facilitate the optimal allocation of public authority and division of responsibilities throughout the world.

The author has done extensive research on global environmental politics. Moreover, as multilateral diplomat he has gained valuable experience in environmental diplomacy.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 19.

18  -  Susanne Baier-Allen (Hrsg.)

The Future of Euro-Atlantic Relations.

Baden-Baden: Nomos, 2000, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 18, 226 Seiten, ISBN 3-7890-6447-5

Euro-Atlantic relations are in a state of transition. Although the United States and Europe continue to share vital and important interests concerning security, defense, international trade and finance, the transatlantic partners have yet to find a new framework for their partnership to replace the old Cold War paradigm.

With an eye to the future, the authors assembled in this volume discuss recent developments in foreign and security policy, economic co-operation, and cultural ties, with their likely impact on the Euro-Atlantic partnership. They identify the key elements of this unique relationship, and make suggestions as to how the United States and Europe could improve their collaboration in dealing with the challenges of regional hotspots and crises on a global scale.

Published in the series Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), this book is a timely contribution to the ongoing debate on the future shape of Euro-Atlantic relations.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 18.

17  -  Uwe Holtz (Hrsg.)

Fünfzig Jahre Europarat.

Baden-Baden: Nomos, 2000, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 17, 377 Seiten, ISBN 3-7890-6423-8

Der Straßburger Europarat symbolisiert mit seinen 41 Mitgliedstaaten das "Größere Europa”. Seit 1949 hat er wichtige Beiträge zur Einigung Europas und zur internationalen Verständigung geleistet.

Dieser praxisbezogene Sammelband verdeutlicht, daß der Europarat mit den über 170 Konventionen eine differenzierte Integration ermöglicht hat und auch zukünftig das europäische Haus mitgestalten wird.

Die Beiträge der ersten beiden Teile betrachten den Europarat insgesamt, verbinden Geschichte und Perspektive und Arbeiten die Bedeutung seiner Parlamentarischen Versammlung als treibende Kraft und Motor heraus. Der dritte Teil widmet sich dem zentralen Arbeitsbereich des Europarats "Demokratie und Menschenrechte”. Im vierten Teil wird die Bedeutung des Europarats für Mitgliedsländer und seine Rolle als internationaler Akteur analysiert. Im Anhang finden sich wichtige Dokumente – so die Beschlüsse der zwei Gipfelkonferenzen des Europarats – und eine Zeittafel.

Zu den Autorinnen und Autoren zählen hochrangige Abgeordnete und Mitglieder der Europaratsadministration, der ständige Vertreter Deutschlands in Straßburg sowie Wissenschaftler der Universität Bonn.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 17.

16  -  Andreas Beierwaltes

Demokratie und Medien. Der Begriff der Öffentlichkeit und seine Bedeutung für die Demokratie in Europa.

Baden-Baden: Nomos, 2000, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 16, 291 Seiten, ISBN 3-7890-6055-0

Es gibt keine Demokratie ohne Medien. Deshalb stellt die Vielfalt der Sprachen und das Fehlen einer gesamteuropäischen Medienstruktur die Errichtung einer demokratischen Ordnung in der Europäischen Union auf eine harte Belastungsprobe.

Vor diesem Hintergrund analysiert der Autor unter umfangreicher Einbeziehung empirischen Materials die großen Demokratietheorien der Gegenwart und befragt sie angesichts der rasanten Entwicklung auf dem Medienmarkt nach ihrer Zukunftsfähigkeit. Dabei wird deutlich, daß die demokratietheoretischen Ansätze aufgrund ihres hohen nationalen Bezuges nur bedingt auf ein derart komplexes Gebilde wie die Europäische Union übertragbar sind. Die interdisziplinär angelegte Studie sucht dabei aber auch nach Wegen, wie im Europa von Morgen eine politische Öffentlichkeit dauerhaft gesichert werden kann. Sie versteht sich somit als grundlegender Beitrag zur politischen Theorie und medienpolitischen Praxis.

Der Autor war bis 1999 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI).

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 16.

15  -  Frank Ronge (Hrsg.)

In welcher Verfassung ist Europa – Welche Verfassung für Europa?

Baden-Baden: Nomos, 2001, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 15, 368 Seiten, ISBN 3-7890-6054-2

Mit der Einführung des Euro hat die Europäische Union den entscheidenden Schritt in die Wirtschafts- und Währungsunion unternommen. Die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit den Staaten Mittel- und Osteuropas dokumentiert den Willen, den Integrationsprozeß auf noch breiterer Basis fortzuführen. Doch eine Politische Union zu schaffen, bleibt für Europa eine bisher unerreichte Vision.

In dieser wichtigen Phase hinterfragen Wissenschaftler und politische Praktiker, unter ihnen Paul Kirchhof, Pierre Moscovici, Joseph Rovan und Leo C. Tindemans, das bisher Erreichte, zeigen Handlungsmöglichkeiten der EU auf und entwickeln eine Vision der Zukunft Europas. Ausgehend von der europäischen Verfaßtheit, wie sie sich etwa an der Rolle der Institutionen, der europäischen Außenpolitik und in Wertfragen zeigt, werden insbesondere die Möglichkeiten für eine europäische Verfassung beleuchtet. Der Sammelband wendet sich an alle, die Perspektiven für ein »Europa nach dem Euro« suchen.

Der Herausgeber ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI).

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 15.

14  -  H. Bagci / J. Janes / L. Kühnhardt (Hrsg.)

Parameters of Partnership: The US-Turkey-Europe.

Baden-Baden: Nomos, 1999, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 14, 248 Seiten, ISBN 3-7890-6053-4

This volume looks into the parameters of partnership in the triangle of the U.S., Europe and Turkey. The thorough and insightful analyses are dedicated to the overlapping dimensions of new geopolitical realities, diverging psychologies and perceptions as well as specific domestic agendas and limitations.

Top scholars, policy experts and key actors from the U.S., Turkey and Europe evaluate the current institutional framework in which the trilateral relationship between these three entities has emerged. Problems among these actors are examined and prospects after the Luxembourg summit of December 1997 are defined.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 14.

13  -  Marek J. Siemek

Vernunft und Intersubjektivität. Zur philosophisch-politischen Identität der europäischen Moderne.

Baden-Baden: Nomos, 2000, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 13, 259 Seiten, ISBN 3-7890-6052-6

Dieses Buch stellt die geistigen Grundlagen der europäischen Identität in ihren verschiedenen Aspekten dar. Als Leitfaden der Betrachtungen gilt dem Verfasser die klassisch philosophische Idee der Vernunft, die aber vor allem als Inbegriff der durch die sprachliche Kommunikation entstehenden Rationalität des menschlichen Denkens und Handelns verstanden wird.

Von dieser kultur- und sozialphilosophischen Perspektive verfolgt die Studie den dialogischen Geist Europas in Geschichte und Gegenwart, das Erbe der griechischen Antike, das klassische Gedankengut des deutschen Idealismus, die neue theoretische und praktische Problematik der Philosophie im 20. Jahrhundert, insbesondere die Fragen nach den begrifflichen und normativen Voraussetzungen der sich am Ausgang des Jahrhunderts neubildenden Einheit und Identität Europas.

Der Verfasser ist Professor für Philosophie an der Universität Warschau und seit vielen Jahren als Gastprofessor auch an deutschen Hochschulen tätig. Er hat zahlreiche Studien zur Sozialphilosophie, Philosophiegeschichte und Kulturtheorie veröffentlicht.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 13.

12  -  Matthias Pape (Hrsg.)

Österreich - von der Monarchie zum EU-Partner.

Baden-Baden: Nomos, 2000, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 12, 288 Seiten, ISBN 3-7890-6051-8

Österreich blickt auf eine mehr als tausendjährige Geschichte zurück und ist zugleich einer der jüngsten Mitgliedstaaten der Europäischen Union. In seiner wechselvollen politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung hat es Europa immer wieder geprägt. Ist Österreichs »Rückkehr nach Europa« nach Jahrzehnten der Selbstbescheidung nurmehr eine Selbstverständlichkeit?

Der Band dokumentiert die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Tagung, die anläßlich des österreichischen Ratsvorsitzes in der Europäischen Union im Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI) stattfand. Beiträge namhafter Autoren zu diesem Themenkreis sowie die Dokumentation der Bilanz des österreichischen Ratsvorsitzes vervollständigen den Band.

Der interdisziplinär angelegte Sammelband beleuchtet die historische, politische und kulturelle Rolle Österreichs, zieht eine Bilanz der österreichischen Ratspräsidentschaft und unternimmt einen Ausblick auf die zukünftige außenpolitische Stellung des Landes in Europa.

Der Herausgeber war bis 1998 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI).

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 12.

11  -  Ludger Kühnhardt / Dario Valcárcel (Hrsg.)

Spanien und Deutschland als EU-Partner.

Baden-Baden: Nomos, 1999, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 11, 188 Seiten, ISBN 3-7890-6050-X

Vor der Europäischen Union liegt eine wichtige und von zentralen Weichenstellungen geprägte Dekade. Welche Themen werden die Agenda 2010 prägen? Welches sind die Potentiale eines zunehmend gleichgerichteten Denkens in wichtigen Partnerländern der EU? Wo überschneiden sich nationale Perspektiven für Europa?

Vor dem Hintergrund dieser Fragestellungen bieten die Beiträge spanischer und deutscher Autoren ein ebenso anspruchsvolles wie impulsgebendes Panorama vom Stand der Diskussionen und von den möglichen Perspektiven. Dabei werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Fragen an die europäische Integrationspolitik ebenso deutlich wie das ernsthafte Bemühen um eine europäische Identität.

Der Band ist erwachsen aus dem ersten spanisch-deutschen Kolloquium, das vom Zentrum für Europäische Integrationsforschung gemeinsam mit dem Instituto de Cuestiones Internacionales y Política Exterior (INCIPE) veranstaltet wurde und unter der Schirmherrschaft des spanischen Kronprinzen im Herbst 1998 in Madrid stattgefunden hat.

Die Beiträge des Kolloquiums wurden für diese Publikation überarbeitet und um weitere Aufsätze ergänzt.

Die Herausgeber sind Direktoren der beteiligten Institute.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 11.

10  -  Marcus Höreth

Die Europäische Union im Legitimationstrilemma. Zur Rechtfertigung des Regierens jenseits der Staatlichkeit.

Baden-Baden: Nomos, 1999, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 10, 387 Seiten, ISBN 3-7890-5625-1

Die Europäische Union hat sich zu einem neuartigen politischen System entwickelt, in dem öffentliche Herrschaft ausgeübt wird. Zugleich leidet europäische Politik unter einem Demokratiedefizit, das sowohl in der Öffentlichkeit als auch in der Wissenschaft zu Recht moniert wird. Wer jedoch eine stärkere Demokratisierung der EU fordert, muß sich darüber im klaren sein, daß demokratische Entscheidungsverfahren auf der europäischen Ebene nur eine von mehreren Quellen zur Legitimierung der EU darstellen.

Die EU steckt – wie der Verfasser überzeugend darlegt – daher in einem »Legitimationstrilemma«: Eine Demokratisierung ihrer Entscheidungsprozesse wird mit zunehmender Entscheidungsbefugnis dringlicher, aber sie kann die Handlungsfähigkeit der Union beeinträchtigen und damit einen wichtigen Pfeiler ihrer Legitimität untergraben. Andererseits hebeln europäische Mehrheitsentscheidungen tendenziell die Volkssouveränität auf nationaler Ebene aus, ohne daß ein europäisches »Volk« als Träger einer übernationalen Souveränität in Sicht ist. Aus diesem Grund gleicht die Debatte um institutionelle Reformen, die die Legitimität des europäischen Regierens erhöhen sollen, einem Nullsummenspiel.

Der Verfasser ist Fellow am Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI) in Bonn.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 10.

9  -  Susanne Baier-Allen (Hrsg.)

Synergy in Conflict Management. What can be learnt from recent experiences?

Baden-Baden: Nomos, 1998, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 9, 245 Seiten, ISBN 3-7890-5624-3

The ethnopolitical conflicts in the Balkans and the former Soviet Union have directed the attention of states, multilateral institutions, and nongovernmental organizations towards the need to cooperate and coordinate their respective approaches in trying to resolve, or simply contain, the enormous problems such conflicts throw forth.

This book makes an original contribution to this debate by bringing together representatives of a broad range of organizations – including the UN, OSCE, and WEU, the Worldbank, International Alert, Médecins sans Frontières, Bonn International Center for Conversion, and the Interchurch Peace Council – to share the lessons they have learnt through their experiences in conflict management in the field.

The authors offer an insight into how the various actors deal with the complexity of ethnopolitical conflicts and increase our understanding of the competing demands that make it difficult to achieve synergy and effective cooperation.

Published in the series Schriften des Zentrums für Europäische Integrationsforschung (ZEI), this book is intended to take this discussion further in the continuing effort to improve and fine-tune conflict management approaches.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 9.

8  -  Peter Wittschorek (Hrsg.)

Agenda 2000. Herausforderungen an die Europäische Union und an Deutschland.

Baden-Baden: Nomos, 1999, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 8, 403 Seiten, ISBN 3-7890-5623-5

Die Aufnahme neuer Mitglieder und notwendige innere Reformen stellen die Europäische Union am Übergang zum 21. Jahrhundert vor eine ihrer größten Herausforderungen. Grundlage für die Verhandlungen über die Erweiterung und die Vertiefung der EU ist die von der Europäischen Kommission veröffentlichte Agenda 2000. Bei der Entscheidung über dieses umfassende Reformprogramm kommt Deutschland aufgrund seiner EU-Ratspräsidentschaft im 1. Halbjahr 1999 eine besondere Rolle zu.

Im Mittelpunkt der kontroversen Debatte der Agenda 2000 stehen die Gemeinsame Agrarpolitik, die finanziellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Frage nach institutionellen Reformen. Diese Aspekte werden hier – auch im Hinblick auf die Osterweiterung der EU – vom Präsidenten und von Fachleuten der Kommission zusammen mit Wissenschaftlern, Regierungsmitgliedern und Abgeordneten aus Deutschland, aus weiteren Mitglieds- sowie aus Kandidatenstaaten diskutiert.

Die Beiträge stellen eine grundlegende Analyse der Kommissionsvorschläge dar und machen den Leser mit den europäischen und den deutschen Standpunkten in der Debatte vertraut. Die ergänzende Dokumentation der wichtigsten Teile der Agenda 2000 ermöglicht darüber hinaus ein vertieftes Studium des Reformprogramms.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 8.

7  -  Ludger Kühnhardt / Alexander Tschubarjan (Hrsg.)

Rußland und Deutschland auf dem Weg zum antitotalitären Konsens.

Baden-Baden: Nomos, 1999, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 7, 243 Seiten, ISBN 3-7890-5622-7

Wohl kaum eine andere Entwicklung hat Staat und Gesellschaft in Rußland und in Deutschland stärker geprägt als die totalitären Regime des Stalinismus, des Nationalsozialismus und der SED-Diktatur. Nach ihrem Kollaps und den anschließenden demokratischen Aufbrüchen ist die Auseinandersetzung mit der Geschichte des »totalitären Jahrhunderts« zu einer großen, kollektiven Herausforderung geworden.

Erstmals stellen sich russische und deutsche Historiker und Politikwissenschaftler, unter ihnen die Nestoren der Totalitarismusforschung beider Länder, Karl Dietrich Bracher und Jakov Drabkin, in diesem Band gemeinsam der Diskussion um Wurzeln, Merkmale, Ausprägungen und Besonderheiten der jeweiligen totalitären Vergangenheit. Unterstützt werden sie von ihrem französischen Kollegen Nicolas Werth, der der Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen des Vergleichs totalitärer Regime nachgeht. Diese Analysen werden durch zukunftsweisende Beiträge abgerundet, in denen Experten wie die stellvertretende Vorsitzende des Verfassungsgerichts der Russischen Föderation, Tamara Morˇsˇcakova, und der Schulbuchforscher Robert Maier die Bedingungen für einen antitotalitären Aufbruch in das 21. Jahrhundert darlegen.

Dem an der wechselvollen Entwicklung dieser beiden schicksalhaft miteinander verbundenen Staaten interessierten Leser bietet das von den Direktoren des Instituts für Allgemeine Geschichte der Russischen Akademie der Wissenschaften und des ZEI gemeinsam herausgegebene Werk eine grundlegende Analyse der totalitären Rückschritte und einen herausfordernden Ausblick auf einen hoffnungsvollen antitotalitären Konsens in Europa.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 7.

6  -  Stoyan Stalev

Verfassungssysteme im Umbruch. Eine rechtsvergleichende Untersuchung zu Bulgarien, Rumänien und Slowenien.

Baden-Baden: Nomos, 1999, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 6, 139 Seiten, ISBN 3-7890-5621-9

Die Revolutionen von 1989 haben einen Prozeß in Gang gesetzt, dessen Auswirkungen Gesellschaft, Politik und Ökonomie in Osteuropa nachhaltig verändert haben. Dies wirft die Frage nach der demokratischen Legitimation der sich neu entwickelnden Strukturen auf.

Diese verfassungsrechtliche Studie verdeutlicht die Notwendigkeit, eine neue gesellschaftliche Ordnung zu schaffen. Der Autor macht an drei ausgesuchten Staaten Osteuropas (Bulgarien, Rumänien und Slowenien) deutlich, daß am Anfang der demokratischen Umgestaltung der osteuropäischen Länder die Verabschiedung neuer Verfassungen gestanden hat. Es waren die Institutionen des Verfassungssystems, die dem demokratischen Recht Gestalt und Kraft gaben. Dabei wird an Fallbeispielen und dem Vergleich der Verfassungen deutlich, wie differenziert die Entwicklung demokratischer Systeme in Osteuropa vonstatten geht.

Die praxisbezogene Studie führt eindrucksvoll vor Augen, daß der rechtlichen Umgestaltung der Staaten gegenüber dem faktischen Zustand eine Vorreiterrolle zukommt, und erklärt daraus viele der in dem Reformprozeß entstandenen Probleme.

Der Verfasser ist ausgewiesener Experte im öffentlichen Recht und derzeit bulgarischer Botschafter in der Türkei.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 6.

5  -  Susanne Baier-Allen (Hrsg.)

Looking into the Future of Cyprus-EU Relations.

Baden-Baden: Nomos, 1999, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 5, 262 Seiten, ISBN 3-7890-5620-0

In what way will the EU accession process impact on the Cyprus conflict? Will the prospect for EU membership be a catalyst towards finding a solution in one of the most long-standing and protected conflicts in Europe?

The authors in this book, both Greek Cypriot and Turkish Cypriot researchers as well as experts from Europe and the US, are addressing these questions taking into consideration the implications Cyprus’s potential EU membership has on the security concerns and economic prosperity of the Cypriot people. The EU’s decision to include Cyprus in the next enlargement has given fresh impetus for international mediation, yet the analyses of the options and perspectives for a settlement serve to highlight the diverging interests and the deep-seated mistrust of the parties to the conflict, which have so far been in the way of successfully reuniting the island.

Published in the series Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), this book is a timely contribution to the current debate on Cyprus and the effects of EU enlargement.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 5.

4  -  Csilla Erdödy-Csorba (Hrsg.)

Europäische Romantik und nationale Identität. Sándor Petöfi im Spiegel der 1848er Epoche.

Baden-Baden: Nomos, 1999, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 4, 174 Seiten, ISBN 3-7890-5619-7

In den Jahren nach der französischen Julirevolution von 1830 rückte in Europa die Geistesströmung des Liberalismus mit ihrer Bestrebung, den menschlichen und nationalen Zielen zu dienen, in den Vordergrund. In diesem Prozeß formulierten Schriftsteller, die die Verantwortung der Literatur erkannt hatten, fortschrittliche gesellschaftliche und politische Vorstellungen. Die Revolution hat dann die Bestrebungen der romantischen Generation realisiert.

Die Beiträge dieses Bandes verdeutlichen an beispielhaften Schicksalen und Werken, wie sich die Revolutionswelle von 1848 und die nationalen Literaturen gegenseitig beeinflußt haben: von Mickiewicz, der die für die Freiheit Italiens kämpfende polnische Freiheitslegion organisierte, über den Märtyrer Petöfi hin bis zu Baudelaire, der sich nach dem Scheitern der Revolution von der Politik abwandte, und auch bis zu Weerth, der seine Laufbahn als Dichter beendete.

Gleichsam als ein »roter Faden« durchzieht das zeitgenössische Bild von Ungarn, das im Jahre 1848 nur als »terra incognita« existierte und West- und Osteuropa symbolisch verband, die Beiträge.

Der Band, der exemplarisch aufzeigt, welchen Beitrag die Kultur zur Entfaltung eines gesamteuropäischen Bewußtsein leisten kann, richtet sich an geschichtlich wie literarisch Interessierte.

Die Verfasser sind namhafte Vertreter der vergleichenden Literaturwissenschaft aus Frankreich, Deutschland, Italien, Polen und Ungarn.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 4.

3  -  Ludger Kühnhardt

Zukunftsdenker.Bewährte Ideen politischer Ordnung für das dritte Jahrtausend.

Baden-Baden: Nomos, 1999, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 3, 374 Seiten, ISBN 3-7890-5618-9

An der Schwelle zum Jahr 2000 stehen Freiheit und Demokratie auf dem Prüfstand. Nach dem Ende der äußeren Bedrohung durch totalitäre Diktaturen sehen sich die demokratischen Staaten mit ihren inneren Schwächen und Unzulänglichkeiten konfrontiert. Gefragt sind neue Perspektiven und Visionen, die den Zusammenhalt der freien Gesellschaften stärken und ihre Anziehungskraft in denjenigen Regionen der Welt erhöhen, die in anderen politischen Ordnungsmodellen ihr Heil sehen.

Anders als vergleichbare Studien, die allein in der Gegenwart aufgehen oder von ihr zerrieben werden, stellt der Verfasser seine Untersuchung in den Zusammenhang der europäischen politischen Ideengeschichte und Philosophie. Dabei geht er der zentralen Frage nach, welche Impulse die bleibenden Werke der Geistesgeschichte der Debatte über die Zukunft der Politik geben können.

Insgesamt gibt das Werk somit nicht nur zahlreiche Anregungen für das künftige politische Denken und Handeln, sondern liefert auch einen substantiellen Beitrag zur europäischen Selbstverständigung.

Der Verfasser ist Direktor am Zentrum für Europäische Integrationsforschung in Bonn.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 3.

2  -  Andreas Beierwaltes (Hrsg.)

Lernen für das neue Europa: Bildung zwischen Wertevermittlung und High Tech?

Baden-Baden: Nomos, 1998, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 2, 152 Seiten, ISBN 3-7890-5617-0

Die Diskussion um eine inhaltliche und strukturelle Reform der Bildung in Europa hat nach den großen Umbruchprozessen in Mittel- und Osteuropa an Dynamik gewonnen. Doch noch ist die Frage unentschieden, ob Europa zu einem Bildungskonsens finden kann, der aus den Erschütterungen des 20. Jahrhunderts hinausführt und zugleich eine tragfähige Grundlage für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts bietet.

Erstmals geben hochrangige Politiker aus den mittel- und osteuropäischen Staaten einen Bericht über die Reformanstrengungen der Transformationsländer. Renommierte Wissenschaftler verschiedener Disziplinen stellen im Anschluß daran die Frage nach den inhaltlichen Herausforderungen für eine gesamteuropäische Bildung: Welche Rolle wird wertorientierte Bildung in einem technisch hochentwickelten Europa spielen können?

Das Werk wendet sich an bildungs- und europapolitisch Interessierte in Praxis und Wissenschaft und bezieht erstmals die Erfahrungen und Anregungen der mittel- und osteuropäischen Länder umfassend in die Überlegungen für einen europäischen Bildungskonsens ein.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 2.

1  -  Frank Ronge

Legitimität durch Subsidiarität. Der Beitrag des Subsidiaritätsprinzips zur Legitimation einer überstaatlichen politischen Ordnung in Europa.

Baden-Baden: Nomos, 1998, Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung, Band 1, 263 Seiten, ISBN 3-7890-5616-2

Die europäische Integration ist mit den Verträgen von Maastricht und Amsterdam weit vorangeschritten. Institutionelle Reformen und Osterweiterung werden die Europäische Union in den kommenden Jahren entscheidend weiterentwickeln. Das wirft die Frage nach der Legitimation der EU auf.

In dieser interdisziplinär angelegten Studie, die sich an europapolitisch wie sozialethisch Interessierte wendet, entwickelt der Autor Kriterien für die Legitimität der Europäischen Union. Es wird deutlich, daß die klassischen Legitimitätstheorien trotz ihrer Leistungsfähigkeit im Nationalstaat im europäischen Kontext nicht genügen. Als ein leistungsfähiges Legitimitätsprinzip für die Europäische Union wird demgegenüber das Subsidiaritätsprinzip ausgewiesen – unter Rückgriff auf dessen staatsphilosophische, sozialethische und europarechtliche Dimension.

Die Studie, die sich gleichermaßen als praxisbezogene Analyse wie als Teil der politischen Philosophie versteht, bietet somit eine längst überfällige grundlegende Ortsbestimmung des Subsidiaritätsprinzips in der EU. Ein Anhang enthält die wichtigsten EU-Texte zum Subsidiaritätsprinzip.

Der Autor ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI) in Bonn.

Das Werk ist Teil der Reihe Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Band 1.

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