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Lernen im euro-afrikanischen Kontext – MES-Stipendien für westafrikanische Nachwuchskräfte

Die WAI-ZEI Kooperation bietet sieben Stipendien für westafrikanische Nachwuchskräfte für das Studium des „Master of European Studies – Governance and Regulation“ im Programmjahr 2015/2016. Die Stipendien decken die Programmkosten von 6500 €.

„Ich habe mich für den Master of European Studies - Governance und Regulation [MES] beworben, weil ich mehr über europäische Regulierungskonzepte in kritischen Bereichen wie Wasser, Strom oder Telekommunikation lernen möchte. Das sind Felder, in denen Afrika noch immer unter schweren Defiziten leidet. Daher würde ich gerne mehr darüber erfahren, was in Europa in diesem Zusammenhang alles getan wurde und was wir verbessern könnten“, sagt Caleb Fagade, WAI-ZEI-Stipendiat, zu seiner Motivation für die Teilnahme am MES-Master. Caleb Fagade, der aus Nigeria stammt, studiert im Rahmen des Forschungsprojekts „Nachhaltige Regionale Integration in Westafrika und Europa“, einer Zusammenarbeit zwischen dem West Afrika Institut (WAI) in Praia, Cabo Verde, und dem ZEI, welches vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird, am ZEI in Bonn. Jedes Jahr stellt das Projekt bis zu sieben WAI-ZEI-Stipenden für westafrikanische Absolventen bereit. Diese umfassen die Studiengebühren in Höhe von 6.500 Euro, einschließlich Unterrichtsmaterialien, Exkursionen zu Institutionen der EU und dem Career Development Program. Neben Caleb erhielten Seydi Ababacar Diop, aus dem Senegal, und Lamin Dampha, aus Gambia in diesem Studienjahr ein solches Stipendium. Für Lamin Dampha, der in seinem Heimatland im zuständigen Ministerium für regionale Integration arbeitet, ist das MES-Programm eine Chance, sein Wissen in diesem Bereich weiter zu vertiefen: „Ich möchte meinem Land helfen, die westafrikanische Integrationsagenda konstruktiv mitzugestalten“, sagt er. Seydi Ababacar Diop fügt hinzu, dass sich ihm, mit dem Abschluss des Programms, bessere Chancen auf dem afrikanischen Arbeitsmarkt eröffnen, auch angesichts der Tatsache, dass regionale und kontinentale Integration ein Thema von immer größer werdender Bedeutung ist und zunehmend das Alltagsleben der Bürger beeinflusst. Lamin Dampha schlussfolgert: „Die Vergangenheit hat uns gelehrt, dass kein Land die Herausforderungen der Globalisierung alleine bestehen und meistern kann. Daher werden regionale Integrationsprozesse unsere Zukunft gestalten. In diesem Zusammenhang ist Europa das beste Beispiel, von welchem wir lernen können, nicht nur in Bezug auf Erfolgsfaktoren, sondern auch in Bezug auf Krisensituationen“.

Der Master of European Studies - Governance and Regulation bietet konstant hohe akademische Standards und eine fruchtbare Arbeitsatmosphäre unter Dozenten und Studenten aus der ganzen Welt. In enger Zusammenarbeit mit anderen Institutionen der Universität Bonn, Alumni und Unternehmen vor Ort wird der Lehrplan durch das Angebot weiterer Karriereentwicklungsaktivitäten, die den Eintritt in den internationalen Arbeitsmarkt nach erfolgreichem Abschluss erleichtern, ergänzt.

Der Bewerbungszeitraum für das kommende Programmjahr (ab Oktober 2015) hat bereits begonnen. Interessierte Kandidaten aus der ganzen Welt können sich noch bis zum 15. März 2015 für den Master of European Studies – Governance and Regulation bewerben. Das Master-Abschluss-Diplom wird von der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn verliehen. Detaillierte und weiterführende Informationen bezüglich des Bewerbungsverfahrens können auf der Website des Programms eingesehen werden. Darüber hinaus sind interessierte Kandidaten herzlich eingeladen ans ZEI zu kommen, um einen ersten Eindruck von der Programmstruktur vor Ort zu bekommen oder in direkten Kontakt mit den MES-Alumni zu treten. Auch für das nächste Programmjahr werden das WAI und das ZEI sieben Stipendien für qualifizierte westafrikanischen Kandidaten anbieten. Interessierte Studenten oder Fachleute aus der Subregion, die fließend  Englisch sprechen, können sich bewerben, indem sie ihre Unterlagen an das WAI oder direkt an das Master-Büro des ZEI senden. Die Stipendien decken keine Lebenshaltungs- oder Reisekosten.

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